Red-Hat-Entwickler Andrew Haley versucht die Unsicherheit um künftige Java-Updates zu zerstreuen: Das Unternehmen will Open JDK wie bisher unterstützen.
Einige Unternehmen, die Java einsetzen, stecken seit Oracles Ankündigung zu Java-Updates in der Klemme. Der Java-Hersteller hatte angekündigt, die hauseigenen Binär-Releases für Java nach sechs Monaten nicht mehr kostenfrei zu patchen. Das gelte auch für Open JDK, das Java im Quellcode veröffentlicht.
Nun hat Andrew Haley in einem Blogpost bekräftigt, dass die beiden LTS-Releases Open JDK 8 und 11 weiterhin Updates erhalten werden. Dabei helfe die Open JDK Vulnerability Group, der Entwickler aus unterschiedlichen Unternehmen angehören. Java in Abwesenheit von Oracles Technikern zu betreuen, sei eine Herausforderung für die Community. Diese sollte die Community aber mit Enthusiasmus begrüßen, denn so könne sie zeigen, wozu sie fähig sei.
Für Open JDK 8 erhalten Red-Hat-Kunden bis 2023 Sicherheitsupdates. Dank Red Hats “Upstream-First”-Politik würden diese Patches auch bei Nicht-Kunden von Red Hat ankommen. Ähnliches werde laut Haley mit Open JDK 11 passieren. Er habe zudem Unterstützungsangebote von Unternehmen erhalten, die aktuell noch nicht beim Open-JDK-Support helfen, darunter AWS.
Backports
Auch zu Backports wichtiger neuer Features auf ältere Open-JDK-Versionen äußerte sich der Red-Hat-Entwickler. Auch wenn etwa Performance-Verbesserungen eine schöne Sache seien, stehe die Unversehrtheit der aktuellen Open-JDK-Version an erster Stelle. Man wolle nur dann größere Backports angehen, wenn man sicher sei, nichts kaputt zu machen. Zudem müssten die Entwickler den Wartungsaufwand einkalkulieren. Eine einfache Formel werde es daher nicht geben, jeder Backport müsse einzeln betrachtet werden.
Binärdateien für Open JDK sollte das Projekt am besten zu den jeweiligen neuen Releases anbieten, schlägt Haley vor. Dabei meint er vor allem solche für OS X und Windows. Red Hat werde Binärdateien für Windows und Linux bereitstellen. Für OS X könnte die Firma allerdings noch Hilfe beim Bauen und Testen der Software benötigen.







Das braucht kein Mensch, wenn es eine neue Version gibt. Und Backports braucht man noch weniger. Natürlich kommen mit einer neuen Version auch neue Features, deshalb ist es ja eine Version. Wer die nutzen will, steigt um.