Red Hat hat die Contributor Agreement und die TCK License Agreement von Sun unterzeichnet. Ziel ist eine quelloffene Java-Plattform für RHEL.
Mit den Unterzeichnungen ebene Red Hat seinen Mitarbeitern den Weg, sich an den Open-Source-Projekten von Sun Microsystems zu beteiligen, verkündet der Linux-Distributor aus North-Carolina. Er verspricht, die Ergebnisse in die Open-JDK-Community zurück zu tragen. Die Unterzeichnungen werden als erster Schritt betrachtet, ein quelloffenes Java-Developmentkit (JDK) einschließlich der Java-Laufzeitumgebung (JRE) für Red Hat Enterprise Linux auf den Weg zu bringen. Die Contributor Agreement betrifft die Entwicklung eigenen Codes für eine Java-Implementierung, die TCK License Agreement (TCK = Technology Compatibility Kit) erlaubt einen Abgleich mit den Java-Spezifikationen.
Nach eigenen Angaben will Red Hat sich in der Entwicklung als erstes enger an das Icedtea-Projekt anschließen. Das Projekt hatte Red Hat Anfang Juni ins Leben gerufen (Linux-Magazin berichtete). Ziel des Projekts ist, die restlichen proprietären Anteile der ab November 2006 von Sun stückweise quelloffen gemachten Java-Developmentkits (Open JDK) mit GPL-Software zu ersetzen.
Red Hats Middleware-Bereich Jboss, Red Hat Middleware LLC, begleitet schon seit 2004 die Entwicklung der Java-Technologie als Mitglied der kostenpflichtigen Programms Java Community Process, wo er im Executive Committee für die Javaplattformen SE / EE an der Entwicklung der Java-Spezifikationen beteiligt ist.



