Red Hat mit zweistelligen Wachstumsraten

Der amerikanische Linux-Distributor hat sein Geschäftsjahr 2008 geschlossen und meldet 31 Prozent Umsatzwachstum bei gleichzeitig gestiegenen Gewinnen.

Das Geschäftsjahr 2008 endete für das Unternehmen am 29. Februar 2008; Red-Hats-Finanzchef Charlie Peters bezeichnet es als “außergewöhnliches Jahr”. Im Quartalsbericht meldet Red Hat für das vierte Quartal 2008 einen Umsatz von 141,5 Millionen US-Dollar. Dies ist im im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Anstieg um 27 Prozent, fünf Prozent mehr als im dritten Quartal 2008. Auch der Jahresumsatz mit 523 Millionen US-Dollar freut den Finanzchef, eine Steigerung von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Löwenanteil an den Umsätzen stammt aus dem Geschäft mit dem Software-Abonnements (Subscriptions): Zum Quartalsergebnis tragen sie 121,9 Millionen US-Dollar bei, auf das Jahr gesehen waren das 449,8 Millionen US-Dollar. Auch die Gewinne stiegen im ersten Quartal auf 22 Millionen US-Dollar, verglichen mit 20,3 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Jim Whitehurst, seit Anfang des Jahres Präsident und CEO bei Red Hat, hat das letzte Quartal nach eigener Aussage vorwiegend für Sondierungsgespräche genutzt: “Während des vierten Quartals habe ich einen großen Teil in Treffen mit Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Vordenkern der Open-Source-Community verbracht”, so Whitehurst in der Pressemitteilung. Nach diesen Gesprächen sieht er den Linux-Markt erst am Anfang: “Die Eigendynamik von Open Source Lösungen ist stark und wächst.” Für den Start ins Geschäftsjahr ist der CEO optimistisch, was die Wachstumsaussichten betrifft.

Der Meldung zufolge ist nun auch im Geschäftsbereich JBoss eine Trendwende eingeleitet: Seit der Hausmesse “Jboss World” im Februar sei verstärktes Interesse von Unternehmen an der freien Plattform zu verzeichnen. Analysten sahen den Bereich bislang als Sorgenkind und werteten dies als Schwachstelle bei der Bewertung des Unternehmens. Um den Bereich weiter zu stärken, kaufte Red Hat im März das Beratungsunternehmens Amentra. Die Akquisition fällt bereits in das erste Geschäftsquartal 2009 und schlägt sich somit nicht in den Zahlen für 2008 nieder.

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