Red-Hat-CTO Brian Stevens hat in einem Webcast die Virtualisierungsstrategie des Unternehmens für das Jahr 2009 vorgestellt.
Stevens präsentierte Red Hats Virtualisierungspläne als logische Fortsetzung bisheriger Schritte wie der Kooperation mit Microsoft in Sachen Virtualisierung und das Ankaufs des KVM-Spezialisten Qumranet.
KVM bildet den Kern der Virtualisierungstechnologie und wird im offiziellen Linux-Kernel gepflegt. Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5.4 soll laut Navin Thadani, Senior Director, Virtualization Business, Windows- und Linuxgäste dank aktuellem KVM aufnehmen. Den ganzen RHEL-5-Zyklus hindurch möchte der Hersteller aber diebisher eingesetzte Xen-Virtualisierung weiter pflegen und Kunden den Umstieg auf KVM erleichtern.
Eine weitere Komponente das Red Hat Virtualization Portfolio ist der Enterprise Virtualization Manager for Servers, der sich durch Skalierbarkeit. High-Availability-Features und Fähigkeit zur Live-Migration auszeichnen soll. Ein Virtualization Manager für Desktop-Rechner auf SPICE-/SolidICE-Basis soll das Angebot auf die Arbeitsplatz-Computer ausdehnen.
Daneben soll es ein eigenes Hypervisor-Produkt geben, ein minimales Linux-System mit KVM als Host für virtualisierte Systeme. Damit möchte der Hersteller neue Kunden ansprechen, die keinen kompletten Linux-Enterprise-Server kaufen würden.
Die ersten Produkte der neuen Strategie sollen Mitte 2009 auf den Markt kommen, das komplette Portfolio innerhalb der nächsten 18 Monate.
Daneben seien die Angebote der Software-Hersteller in Red Hats Partnerprogramm alle virtualisierungsfähig.



