Radicle ist eine freie Kollaborationsplattform die von den Entwicklern als natürliche Erweiterung von Git bezeichnet wird. Die Plattform lässt sich in einer Peer-to-Peer-Umgebung ohne zentralen Server nutzen.
Die Entwickler sehen das unter MIT-/Apacxhe-Lizenz stehende Radicle als den Höhepunkt jahrelanger Experimente und harter Arbeit an. Die Plattform soll sicherstellen, dass freie und quelloffene Software-Ökosysteme florieren können, ohne von den Launen der Big Tech abhängig zu sein.
Radicle baut auf Git auf und unterstützt entsprechend Issues und Pull-Requests. Letztere heißen bei Radile „Patches“, die im Git-Repository gespeichert werden. Ohne Notwendigkeit eines zentralen Servers bilden die Radicle-Instanzen ein Peer-to-Peer-Netzwerk, in dem Änderungen zwischen den einzelnen Nodes synchronisiert werden.
Version 1.0, die für die Macher als bereit für den Einsatz gilt, bringt ein erweiterbares, selbst entwickeltes Peer-to-Peer-Synchronisierungsprotokoll mit, das auf dem Git-Protokoll aufbaut. Sie unterstützt Interaktionen Issues, Patches und Code-Reviews unter Verwendung eines erweiterbaren Collaborative Objects-Systems, das alle Artefakte im Repository speichert.
Ein Authentifizierungs- und Autorisierungsprotokoll unter Verwendung von Public-Key-Kryptographie ermögliche es, alle veröffentlichten Inhalte lokal und ohne zentrale Autorität zu überprüfen. Ein den Nutzern von Git vetrautes Command Line Interface und ein Web-Frontend zum Durchsuchen von Radicle-Repositories und Seed-Nodes ist ebenfalls dabei.



