Qemu 5.1.0 unterstützt Linux-Keyring

Die Neuerungen von Qemu 5.1.0 betreffen eine ganze Reihe von Plattformen, darunter ARM, RISC-V und Power, aber auch x86. Im Crypto-Bereich tauscht Qemu nun Passwörter mit dem Linux-Keyring aus.
Der freie Emulator Qemu hat ein weiteres Update erhalten und springt damit auf Version 5.1.0. Die Neuausgabe unterstützt laut den Release Notes unter anderen die ARM-Architektur-Features TTS2UXN (ARMv8.2) und MemTag (ARMv8.5) und das ARM-basierte “sonorapass-bmc”-Board. Für ARM-ACPI-Gäste funktioniert nun NVDIMM-Hotplugging.

Für RISC-V-Systeme bietet Qemu nun Support für die CPUs Sifive E34 und Ibex an. Spike-Maschinen dürfen nun auf mehr als eine CPU zugreifen, die RISC-V-Boards Hifive1 Rev.B und Open Titan emuliert Qemu neuerdings auch.

Storage & Crypto

Doch auch abseits der Architekturen zeigt Qemu neue Fähigkeiten. Es unterstützt logische und physische 2-MByte-Blockgrößen für virtuelle Speichergeräte. Über “qemu-img” ist nun ein Keyslot-Management für die LUKS-Verschlüsselung möglich. Und es gibt weitere Features von “qemu-img”: Das Tool unterstützt Zstd als Kompression, die Kommandos “map”, “convert” und “measure” können mehr und es gibt ein neues “bitmap”-Kommando, um persistente Bitmaps in QCOW2-Dateien zu modifizieren. Zudem kann der Linux-Kernel Secrets nun über den Linux-Keyring an Qemu weiterreichen.

Im NVMe-Bereich bringt Qemu 5.1.0 Unterstützung für das Persistent-Memory-Region-Feature aus der Spezifikation NVMe 1.4 mit. Nicht zuletzt lernt auch Virtio dazu: TCG-Gäste können nun “vhost-user”-Threads verwenden, “vhost-user” wiederum dürfen mehr als 8 RAM-Slots verwenden. Herunterladen lässt sich Qemu über die Webseite.

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