Version 1.6.0 des beliebten und freien Emulators Qemu verbessert unter anderem den Support für Live-Migrationen.
Als solche bezeichnet man die Übertragung einer virtuellen Maschine auf einen anderen Host im laufenden Betrieb. Das klappt nun auch über XHCI, besser bekannt als USB 3.0. Auch Live-Migrationen über RDMA, Remote Direct Memory Access, sind neuerdings möglich, zudem kann der Nutzer bestimmen, ob Qemu bei einer Live-Migration automatisch Konvergenz entdecken und herstellen soll.
Qemu unterstützt nun ein PCI-Gerät, das die Spezifikation NVM Express beherrscht, dank der sich SSDs über den PCI-Express-Bus ansprechen lassen. Auch mit ACPI Hotplugging über PCI Bridges kann der Emulator umgehen. Für ARM-Gäste gibt ebenfalls Änderungen: Qemu unterstützt nun Load-aquire/Store-release-Instruktionen für 32-bit ARMv8, aber nur mit der Option “-cpu any”.
Für x86-Systeme lässt sich Firmware nun als Flash Device einbinden (auch im Verbund mit KVM). Qemu kann die vollständigen ACPI-Tabellen an den Gast weiterreichen und die Optionen “-M isapc” und “-pflash” funktionieren nun auch für KVM. Neben weiteren Änderungen, welche das Changelog beschreibt, gibt es zudem zahlreiche Bugfixes. Wer Qemu 1.6.0 herunterladen will, findet den Quellcode auf der Downloadseite.




