Mit fast 50 Prozent mehr Umsatz und 30 Prozent mehr Gewinn beschließt der Datenbankspezialist und Sun-Eigentümer Oracle das zweite Finanzquartal 2011.
Der Gewinn beträgt nach den amerikanischen Buchlegungsvorschriften GAAP (US Generally Accepted Accounting Principles) knapp 1,9 Milliarden Dollar, eine Steigerung von 28 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2010. Der Gewinn pro Aktie beträgt bei fast gleicher Zuwachssteigerung 37 Cent. Eingetragene Besitzer von Oracle-Stammaktien erwartet am 19. Januar 2011 eine Bardividende von 0,05 US-Dollar pro Stück, lässt Oracle wissen.
Bei den Gesamteinnahmen von 8,6 Milliarden US-Dollar (47 Prozent mehr als vor einem Jahr) entfällt mit 66 Prozent oder 5,6 Milliarden der Löwenanteil auf das Software-Segment. Updates für bestehende Lizenznehmer sowie Software-Support bescherten 3,6 Milliarden (12 Prozent Zuwachs), zwei Milliarden erbrachten Lizenz-Neuverkäufe (21 Prozent Wachstum). Updates und Software-Support stellten mit 43 Prozent den absolut größten Anteil am Gesamtumsatz. Insgesamt legte Oracles Software-Segment um 15 Prozent zu. Aus Hardware-Verkäufen flossen 1,1 Milliarden in die Kasse, Hardware-Supportleistungen brachten weitere 650 Millionen ein. Das Hardware-Segment trägt 20 Prozent des Umsatzes. Wachstum lässt sich für das Hardware-Segment noch nicht messen, da Oracles im zweiten Quartal (September bis November) des vergangenen Jahr hier noch keine Verkäufe tätigte.
Das meiste Geld hat Oracle im vergangenen Quartal für Sales/Marketing (1,5 Milliarden) sowie Forschung und Entwicklung ausgegeben (1,2 Milliarden). Der Anteil an den Gesamtausgaben in Höhe von knapp sechs Milliarden ist in fast allen Bereichen des Unternehmen um plus/minus einen Prozentpunkt gleich geblieben, absolut sind die Ausgaben jedoch gestiegen: Abgesehen von hohen Ausgaben für Zukäufe und Restrukturierung blicken Forschung und Entwicklung auf fast 60 Prozent mehr Investitionen zurück als im Vorjahresquartal. Weniger Geld gab es lediglich für generelle Aufgaben und die zentrale Verwaltung (156 Millionen statt 183 Millionen, minus 15 Prozent).
Mehr Einzelheiten zu Oracles Bilanz gibt es auf der Investorenseite des Unternehmens.





