Der freie Sound-Server Pulseaudio macht einen recht großen Sprung in der Versionsnummer, bringt aber nur kleinere Änderungen mit. Die größten Neuerungen sind die Unterstützung von BlueZ 5 und das Log von Systemd.
Darüber hinaus haben die Pulseaudio-Entwickler die Tunnel-Module komplett neu geschrieben. Dank des Google Summer of Code implementieren die Module nicht mehr selbst das Pulseaudio-Client-Protokoll, sondern nutzen jetzt “libpulse”. Die neuen Module tragen die Namen “module-tunnel-sink-new” und “module-tunnel-source-new”. Die Entwickler weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass die neuen Module noch nicht fertig sind. Interessierte Anwender können sie jedoch bereits testen.
Pulseaudio 5.0 kann seine Log-Daten an Systemd übergeben, dass diese wiederum in seinem Journal speichert. Pulseaudio nutzt diesen Weg automatisch, wenn die Systemd-Unterstützung bei der Übersetzung des Sound-Servers aktiviert wurde. Alternativ lässt sich Systemd als Ziel für die Log-Dateien auch noch über die Konfiguration anknipsen – wahlweise in der Konfigurationsdatei “daemon.conf” (Option “log-target”), an der Kommandozeile (“–log-target”) oder via “pacmd” (mit dem “set-log-target”-Kommando).
Neben diesen größeren Neuerungen haben die Entwickler auch einige Werkzeuge leicht verbessert, Module überarbeitet und Fehler behoben. Eine komplette Liste mit allen Änderungen liefern die Release-Notes. Wer nicht auf eine Aktualisierung durch seinen Distributor warten möchte, findet den Quellcode von Pulseaudio im Releases Directory.




