Proxmox VE 8.2 hilft mit Assistent beim Umzug von VMware

Die Distribution Proxmox VE stellt ein Host-System für virtuelle Maschinen und Container. Ihre neue Version 8.2 aktualisiert die genutzten Softwarekomponenten, bietet eine vollautomatische Installation und importiert über einen Assistenten bestehende VMWare-Gäste.

Der Assistent kann derzeit virtuelle Maschine aus VMware ESXi und vCenter übernehmen. Dabei holt er nicht nur den eigentlichen Gast, sondern übersetzt auch die meisten Konfigurationseinstellungen der virtuellen Maschine in passende Proxmox-VE-Pendants. Der „VM Importer“ selbst kommt als Storage Plugin, das sich in die API und die Web-Benutzeroberfläche einklinkt.

Insbesondere bei der Einrichtung auf Servern soll die Installation des Betriebssystems häufig ohne interaktive Rückfragen durchlaufen. Das ISO-Image von Proxmox VE 8.2 hält deshalb ein neues Werkzeug bereit, das ein solches automatisches Setup durchführt. Der „proxmox-auto-install-assistant“ getaufte Assistent verlangt dabei alle notwendigen Einstellungen in einer Konfigurationsdatei. Diese lässt sich wahlweise im ISO-Image verstauen, auf einem externen Medium zuführen oder über das Netzwerk bereitstellen.

Ebenfalls neu ist das sogenannte Backup Fleecing. Es soll verhindern, dass langsame Backup-Speicher eine zu sichernde virtuelle Maschine ins Stocken bringen. Dazu sendet Proxmox VE die zu sichernden Datenblöcke nicht direkt an das Backup-Ziel, sondern merkt sie sich erst einmal in einem Cache.

Des Weiteren haben die Proxmox-Entwickler damit begonnen, die Firewall auf Nftables umzustellen. Diese modernisierte Firewall-Fassung soll mittlerweile fast alle Funktionen der alten Implementierung mit Iptables bieten. In Proxmox VE 8.2 steht sie als Tech Preview bereit, sollte also noch nicht in produktiven Umgebungen zum Einsatz kommen.

Abschließend hat das Proxmox-Team die zugrundeliegende Software aktualisiert. Als Unterbau dient weiterhin Debian 12.5 (Bookworm), das der Kernel 6.8 antreibt. Um die Virtualisierung kümmern sich QEMU 8.1 und LXC 6.0, als Dateisysteme stehen Ceph 18.2 und ZFS 2.2 parat.

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