Proxmox VE 5.4 bietet Installationsassistenten für Ceph

Proxmox VE 4.5 enthält jetzt unter anderem einen Installationsassistenten für Ceph und kann Qemu-Gäste unabhängig vom darin laufenden System in den Ruhezustand versetzen.

Die Proxmox Server Solutions GmbH hat eine neue Version ihrer Virtualisierungsplattform freigegeben. Proxmox VE 5.4 enthält jetzt unter anderem einen Installationsassistenten für Ceph und kann Qemu-Gäste unabhängig vom darin laufenden System in den Ruhezustand versetzen.

Die Distribution Proxmox VE basiert auf Debian 9.8 und kommt mit einem angepassten Linux-Kernel 4.15. Bestandteil der Distribution ist eine selbstentwickelte Web-Oberfläche, über die sich das System und insbesondere virtuelle Maschinen schnell und komfortabel einrichten beziehungsweise starten lassen.

Die Web-Schnittstelle verfügt in Proxmox VE 5.4 über einen neuen Assistenten, der die verteilte Storage-Lösung Ceph einrichtet. Administratoren müssen somit nicht mehr auf die Kommandozeile ausweichen.

Dank zusätzlicher Optionen können Administratoren flexibler die Richtlinien für die Hochverfügbarkeit festlegen. Sie wirken zudem Datencenter-übergreifend. Bereit stehen dabei die Richtlinien Freeze, Failover und Standard. Im ersten Fall friert Proxmox VE den Dienst immer ein, die Failover-Richtlinie sorgt hingegen dafür, dass ein Dienst nie einfriert und nach Möglichkeit auf einem anderen Knoten weiterläuft. Die Standard-Richtlinie friert Dienste bei einem Neustart ein, nicht jedoch beim Ausschalten.

Proxmox VE 5.4 kann erstmals mit Qemu/KVM gestartete virtuelle Maschinen in den Ruhezustand versetzen. Dies gelingt unabhängig vom Gastbetriebssystem. Dazu sichert Proxmox VE den Hauptspeicherinhalt und den internen Status auf einem Datenträger. Der Assistent zum Einrichten von Qemu-Gästen bietet Administratoren zusätzliche Optionen an. Unter anderem lässt sich der Maschinentyp und die Firmware wählen.

Des Weiteren unterstützt die neue Proxmox VE-Version das Universal Second Factor Protocol (U2F). In der Web-Oberfläche steht es als weitere Alternative bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung bereit. U2F soll die Zwei-Faktor-Authentifizierung vereinfachen. Die Einrichtung benötigt genau wie die TOTP-Zwei-Faktor-Authentifizierung keine „User.Modify“-Berechtigung mehr. Folglich können Proxmox VE-Anwender die Zwei-Faktor-Authentifizierung selbst einrichten.

Neben diesen größeren Neuerungen gibt es noch einige kleinere. So können Administratoren im Installationsassistenten jetzt auch wieder zum jeweils vorherigen Schritt zurückgehen.

Alle Neuerungen fasst die offizielle Ankündigung zusammen.

Update: Der ursprüngliche Artikel nannte als Versionsnummer die 4.5, tatsächlich ist die 5.4 erschienen. Wir haben das korrigiert.

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