Dem Projektleiter der freien Solaris-Distribution nehmen die am Projekt beteiligten Firmen zu starken kommerziellen Einfluss.
Neben dem Grund, zuwenig Zeit für ein solch großes Projekt zu haben, gibt Alasdair Lumsden Frustration als Motiv an. Open Indiana sei für ihn ein Projekt gewesen, mit dem man gegen Linux-Distributionen hätte antreten können, schreibt er. Er wirft den beteiligten Unternehmen Joyent, Nexenta und Delphix vor, nur den eigenen Interessen nachgegangen zu sein und damit zur “steigenden Irrelevanz” von Illumos und Open Indiana in der Community beigetragen zu haben.
Open Solaris habe von Anfang an auf sehr schwachen Beinen gestanden, berichtet der Londoner sinngemäß in seiner Rücktrittserklärung. Eine Gruppe Liebhaber hat sich dann aufgemacht, das zu retten, was von Open Solaris übrig geblieben war. Viele hätten noch keine Erfahrung darin gehabt, an einem Open-Source-Prjekt mitzuwirken. Auch von den Solaris-Leuten bei Oracle zeigt sich Lumsden daher besonders enttäuscht: Er habe “totales Fehlen von Interesse, Ermutigung und Freundschaft” von jenen erfahren, zu denen “viele von uns einst aufgeblickt haben, als wir noch User waren.”
Weitere Schilderungen sind der langen E-Mail an die Open-Indiana-Entwicklermailingliste zu entnehmen (Link zum ganzen Thread). Open Indiana ist eine Unix-Distribution auf Basis von Illumos. Das Illumos-Projekt gibt es seit zwei Jahren. Es entstand, um die frei verfügbaren Teile von Open Solaris weiter zu entwickeln, was unter dem Dach von Oracle nicht gewährleistet schien.





