Programmier-Plattform Ballerina in Version 1.0

Ursprünglich auf 6 bis 8 Monate geschätzt brauchten die Entwickler der Programmier-Plattform Ballerina drei Jahre, um die Version 1.0 unters Volk zu bringen.

Die Stärke der Programmiersprache Ballerina soll vor allem darin liegen, verteilte Anwendungen für die Cloud zu schreiben. Sie unterstützt moderne Datenformate und Protokolle, verteilte Transaktionen und Event-Streams. Ballerina ist dabei nicht nur eine hauptsächlich in Java geschriebene Programmiersprache, sondern bringt noch andere Komponenten mit, weshalb die Entwickler Ballerina als Plattform bezeichnen.

Version 1.0.0 der Ballerina-Sprache basiert dabei auf der stabilen Sprachspezifikation 2019R3. Zudem gibt es eine Language-Bibliothek, die quasi den Kern von Ballerina bildet, eine Standard-Bibliothek, die Programmierer in Form von Modulen mit den wichtigsten Programmierfunktionen ausstattet. Dabei gibt es zum Beispiel für jeden Typ ein eigenes Modul, etwa “lang.float”, “lang.object” und so weiter.

J-Ballerina löst BVM ab

Eine neue Implementierung der Ballerina Language Specs heißt J-Ballerina 1.0.0. Sie bringt nicht nur einen Compiler mit, der aus Ballerina-Quellcode Java-Bytecode erzeugt, sondern implementiert auch die Language- und Standard-Bibliothek. J-Ballerina löst damit die bisherige Runtime-Implementierung BVM ab, was deutliche Performance-Verbesserungen bringen soll.

Mit Ballerina Central gibt es einen Webdienst, um Module online zu veröffentlichen und auszutauschen. Die dürfen unter anderem native Java-Bibliotheken enthalten. Nicht zuletzt warten Plugins für VS Code und Intellij Idea auf Entwickler. Herunterladen lässt sich die aktuelle Version über Github, sie steht unter der Apache-Lizenz 2.0.

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