Power Profiles Daemon 0.30 reagiert auf Lade-Ereignisse des Akkus

Der Power Profiles Daemon (PPD) steuert auf vielen Linux-Systemen die Energiespareinstellungen über Power-Profile. In der neuen Version 0.30 kann man seine Aktionen über den DBus ein- und ausschalten. Darüber hinaus reagiert das Tool auf Ereignisse beim Aufladen des Akkus.

Der Power Profiles Daemon passt die Systemleistung anhand von vorgegebenen Profilen an. Nützlich ist das vor allem auf mobilen Geräten, die im Akkubetrieb nicht die volle Leistung liefern, dafür dann aber Energie sparen.

Trotz des Versionssprungs auf die 0.30 gibt es nur zwei wesentliche Änderungen, die allerdings die Konfiguration des Power Profiles Daemon erleichtern und sogar erweitern.

Zunächst lassen sich einzelne Aktionen des PPD über den DBus ein- und ausknipsen. Alle möglichen Aktionen listet der Befehl „powerprofilesctl list-actions“ auf, die sich dann jeweils via „powerprofilesctl configure-action“ aktivieren beziehungsweise deaktivieren lassen. Die entsprechende Änderung merkt sich der PPD in seiner Konfigurationsdatei; die neue Einstellung wirkt folglich dauerhaft.

Sobald man ein Netzteil an sein Notebook anstöpselt, könnte PPD vom Energiesparprofil auf das Performance-Profil umschalten. Um solche Anwendungsfälle abzudecken, reagiert die Version 0.30 auf Wunsch auf Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Ladestand des Akkus entstehen. Dazu zählt der erwähnte Anschluss eines Netzteils oder das Erreichen eines bestimmten Ladestands. Abfragen und einstellen lassen sich die Reaktionen mit den beiden neuen Subbefehlen „powerprofilesctl query-battery-aware“ und „powerprofilesctl configure-battery-aware“.

Abschließend arbeitet der Power Profiles Daemon 0.30 noch besser mit dem fast fertigen Kernel 6.14 zusammen.

 

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben