In einem Blog-Beitrag haben die Linux-Mint-Entwickler Ausblick auf die Zukunft gegeben. Demnach gibt es einen neuen kompakten Rechner mit vorinstalliertem Linux Mint. Die 32-Bit-Unterstützung läuft jedoch demnächst aus. Das Snap-Paketformat sieht man zudem kritisch.
Nach Angaben der Entwickler soll die MintBox 3 leistungsfähiger sein als die Vorgänger. Der kompakte Computer entsteht in Zusammenarbeit mit dem Hardwarehersteller Compulab. Als Basis dient dessen Airtop 3-Computer. In der einfachsten Ausführung steckt in dem Gerät ein Intel Core i5-Prozessor, 16 GByte Hauptspeicher und eine 256 GByte große SSD von Samsung. Dieses Modell soll für 1543 US-Dollar zu haben sein.
Mint-Entwickler Clement Lefebvre sieht zudem das von Ubuntu vorangetriebene Snap-Paketformat kritisch. Problematisch sei etwa, dass es nur einen zentrales, von Canonical gesteuertes Repository gibt. Des Weiteren möchte Canonical das normale Paket mit Chromium so anpassen, dass es den Browser aus dem Snap-Store holt. Damit setzt die Installation von Chromium gleichzeitig die Installation der Snap-Werkzeuge voraus. Lefevbre sei aber eingeladen worden, mit den Snap-Entwicklern zusammenzuarbeiten. Er hofft, dass Linux Mint das Snap-Format irgendwann doch integriert.
Nachdem Canonical Ubuntu nicht mehr in einer 32-Bit-Fassung anbieten möchte, wird das darauf basierende Linux Mint zukünftig ebenfalls nur noch in einer 64-Bit-Fassung erscheinen. Wer noch ein 32-Bit-Linux Mint benötigt, kann weiterhin Linux Mint 19.x verwenden, das die Entwickler noch bis 2023 mit Aktualisierungen versorgen.
Nutzer des kommenden Linux Mint können sich abschließend noch über Verbesserungen in der Desktop-Umgebung Cinnamon freuen. So lassen sich im Dateimanager Nemo Dateien jetzt in der linken Seitenleiste anpinnen, die komplette Desktop-Umgebung soll zudem schneller reagieren.




