Pinterest gibt MySQL-Management-Tools frei

Bereits vor einiger Zeit fiel der Webdienst Pinterest mit einem ausführlichen Lob des Datenbank-Klassikers MySQL auf. Nun öffnet der Anbieter den Quellcode einiger MySQL-Management-Tools.

Konkret veröffentlicht das Unternehmen zahlreiche Python-Skripte auf Github, mit deren Hilfe es die Datenbanken für die hauseigene Infrastruktur verwaltet. MySQL speichere bei Pinterest Pins, Boards, Bildmetadaten sowie Benutzernamen und Passwörter. Vor einiger Zeit habe MySQL dank einiger Kerneloptimierungen Redis ersetzt, zugleich diene die Datenbank als H-Base-Backend für die Graph-Storage-Engine.

Aus der administrativen Perspektive sei die Umgebung beim MySQL-Einsatz identisch: Pinterest setzt einen Master mit einem oder zwei Slaves ein, weil sich komplexere Settings in der Vergangenheit als zu fehlerträchtig erwiesen. Zookeeper dient als Verbindungsstück zwischen den Datenbanken und den Verwaltungstools, die Software versorgt die Clients mit Hostnames, Benutzernamen und Passwörtern der Datenbank.

Kernelupgrades, Änderungen an der MySQL-Version und Datenbankoptimierungen, die einen Neustart erfordern, verwendet Pinterest nicht. Solche Änderungen nehme man auf eigenen Servern oder auf Slaves vor und führe diese dann in das Cluster ein. Admins, die sich für Details der Setups interessieren, finden im Blog von Pinterest zahlreiche Artikel, darunter einen viel gelesenen zu MySQL-Sharding. Die Funktion der Python-Skripte erläutert das README.md auf Github.

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