Phoenix 1.0: Web-Framework auf Elixir-Basis

Anderthalb Jahre haben Entwickler an einem Web-Framework gearbeitet, das auf der funktionalen Programmiersprache Elixir basiert. Nun ist Phoenix in Version 1.0 zu haben.

In ihrer Ankündigung zählen die Phoenix-Macher 2500 Commits und 30 Releases auf dem Weg zur Version 1.0. Das Framework soll Echtzeitkommunikation ermöglichen und setzt das über so genannte Channels um. Die bauen eine Multiplex-Verbindung zum Server auf und erlauben so eine Zwei-Wege-Kommunikation. Ein Video zeigt anhand eines kollaborativen Editors, was mit Phoenix möglich ist.

Phoenix lässt sich dank Channel-Clients in Objective C, Swift, C# und Java plattformübergreifend einsetzen und läuft unter anderem auf I-Phones und Android-Geräten. Eine weiteres Video zeigt einen IRC-Chat in Aktion, der auf Apple-Geräten, aber auch im Browser läuft.

Projekte und Ressourcen lassen sich mit Phoenix einfach generieren, hierbei hilft Elixirs Buildtool Mix. Ein Live-Load-Feature zeigt dem Entwickler sofort die Auswirkungen seiner Änderungen. Der Datenbank-Wrapper Acto erlaubt es, verschiedene Datenbanken anzubinden, darunter PostgreSQL, MySQL, MS SQL und Mongo-DB.

Die laufende Anwendung lässt sich in Phoenix auch visualisieren (Quelle: http://www.phoenixframework.org) )

Die laufende Anwendung lässt sich in Phoenix auch visualisieren (Quelle: http://www.phoenixframework.org) )

Verschiedene Phoenix-Anwendungen laufen dabei nebeneinander im selben Prozess des Betriebssystems, zugleich lässt sich eine große Anwendung in kleinere Teile, so genannte Microservices, zerlegen. Mit dem Erlang OTP Tooling kann der Entwickler zudem laufende Anwendungen visualisieren lassen.

Neben den neuen Features verweist die Ankündigung auf Ressourcen, die Phoenix- und Elixir-Einsteigern hilft, das Framework zu verstehen. Herunterladen lässt sich die fertige Version 1.0 unter anderem über Github.

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