Prawn, eine Ruby-Bibliothek zum Erzeugen von PDFs, hat nach Jahren der Entwicklung die Versionsnummer 1.0 erreicht.
Die neue Release bringt im Vergleich zur Vorversion nur Bugfixes. Dazu gehören korrekte Randabstände nach einer Multi-Page-Bounding-Box, die Abschaffung von Transaktionen und “Document#group” sowie die Reparatur der Windows-Unterstützung.
Gleichwohl begann die Arbeit an Prawn bereits im April 2008, wie die Entwickler in einem Blogeintrag zur Release-Geschichte mitteilen. Seit Version 0.13 im Dezember 2013 gab es monatliche Releases, und neue Entwickler sind in das Projekt eingestiegen.
Prawn bietet einen großen Funktionsumfang. Es kann mit Vektoren Formen wie Linien, Polygone, Kurven und Ellipsen zeichnen, stellt Text dar und kann PNG und JPEG-Bilder einbetten. Daneben unterstützt es sowohl eingebaute PDF-Schriftarten als auch eingebettete True-Type-Schriften, bietet ein Layout-Raster, kann komplexe Tabellen darstellen und Seiten nummerieren. Die erzeugten PDFs kann das Tool verschlüsseln und mit Passwortschutz ausstatten. Es unterstützt die UTF-8-Kodierung sowie Text von rechts nach links und PDF-Outlines. In die Verwendung führt das Handbuch “Prawn by Example” (PDF-Dokument) ein.
Prawn arbeitet mit Matz’s Ruby Interpreter (MRI) in den Versionen 2.0.0 und 2.1.x zusammen sowie mit Jruby ab Version 1.7.9 im 1.9-Modus. Die Lizenzierung ähnelt der von Ruby selbst, die unter anderem GPLv2 und GPLv3 zur Wahl stellt. Die Software lässt sich mit dem Kommando “gem install prawn” als Rubygem installieren. Weitere Informationen sowie den Quelltext gibt es unter http://prawnpdf.org.






