Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtet, wollen die deutschen Banken und Sparkassen ihren Bezahldienst Giropay/Paydirekt aufgeben, der vor zehn Jahren als Alternative zu Paypal gegründet wurde.
Obwohl Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Commerzbank und auch die Deutsche Bank hohe Beträge in die Entwicklung des Bezahldienstes investiert hatten, schaffte es der Service nicht, einen größeren Händler- oder Kundenstamm von seinen Vorteilen zu überzeugen. Das Bezahlverfahren brachte es mit einem Zahlungsvolumen von nur 1,6 Milliarden Euro (2022) nur auf einen Marktanteil von wenigen Prozent. Die Deutschen bevorzugten weiterhin den amerikanischen Dienstleister Paypal neben Visa und Mastercard für das Online-Bezahlen.
Allerdings gibt es bereits ein neues Projekt, diesmal auf europäischer Ebene, die European Payments Initiative (EPI). Sie wird von 14 Großbanken getragen, darunter auch wieder den deutschen Sparkassen, Volksbanken und der Deutschen Bank. Für sie lohnt es sich nun offenbar nicht mehr, auf zwei Hochzeiten zu tanzen, weshalb sie Paydirekt aufgeben wollen. Ob das europäische Projekt – das noch im Juni die Wallet “Wero” starten will – mehr Erfolg haben wird, ist aber auch noch nicht ausgemacht. Es kommt recht spät und muss sich auch erst einmal gegen die übermächtige Konkurrenz durchsetzen.




Wenn’s um die Kohle geht, dürfen die Untertanen nichts eigenes haben. So wird auch “wero” kommen und gehen.