Pamela Jones gibt Groklaw auf

Als Begleiter und Begutachter der jahrelangen von SCO angetriebenen Rechtsstreitigkeiten um Unix-Rechte hat sich die von Pamela Jones gegründete Website Groklaw einen internationalen Namen gemacht. Nun stellt Groklaw die Arbeit ein.

SCO habe verloren, heißt es zur Begründung, Linux habe die Krise überstanden, die SCO in die Community getragen habe, schreibt Pamela Jones in einem Posting auf Groklaw. Ab dem achtjährigen Bestehen am 16. Mai sollen keine weiteren Artikel mehr auf Groklaw erscheinen, so Jones. Zwar werde es weitere juristische Schlachten zu schlagen geben – und einige seien bereits in Gange – Groklaw werde bei diesen Auseinandersetzungen aber weniger gebraucht als im Fall SCO gegen Linux, resümiert Jones.

Pamela Jones weist auch daraufhin, dass sie nicht erwartet habe, dass Groklaw eine solch große Resonanz hervorrufen würde. Ursprünglich wollte sie eigentlich nur lernen, wie man bloggt. Der Betrieb von Groklaw habe dazu geführt, dass sie viele für sie wichtige Dinge habe hinten anstellen müssen. Jetzt wolle sie wieder ein normales Leben außerhalb des öffentlichen Rampenlichts führen, so Jones. Sie habe nie zuvor in ihrem Leben so hart gearbeitet wie in der Zeit für Groklaw, so Jones, weiter, und es habe Spaß gemacht, nun aber fehle teilweise die Motivation. In den derzeit laufenden Gefechten zwischen Microsoft und Google/Android sei Groklaw nicht als Helfer vonnöten. Google könne soviel Beistand kaufen wie nötig, um das freie Betriebssystem Android zu verteidigen. Jones schreibt zudem, dass sie die Katastrophe in Japan sehr ergriffen habe. Das Unglück dort habe ihr gezeigt, dass es noch andere wichtige Dinge gibt.

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