OSBF gründet Projektgruppe für Personalzertifizierung

Mit der neuen Gruppe möchte ihr Leiter, Geschäftsführer der zentraleuropäischen Division des Linux Professional Institute (LPI) Klaus Behrla, Zertifizierungsanbieter an einen Tisch bringen .

Zertifizierer im IT-Bereich sollen sich austauschen, gemeinsam ihre Interessen nach außen vertreten und Qualitätsstandards definieren. Mittelfristig sollen auch neue Angebote für die Qualifizierung von Fachkräften im Open-Source-Bereich entstehen. Leiter der Gruppe ist Klaus Behrla, Geschäftsführer des LPI Central Europe, der sich auch für Kontaktanfragen zur Verfügung stellt. “Der Markt für Personalzertifizierungsprogramme ist sehr groß, fast schon unüberschaubar”, lässt er sich zitieren, und stellt in Aussicht: “Eine langfristige Perspektive ist die Einrichtung einer Art Dachorganisation, vergleichbar dem US-amerikanischen Institute for Credentialing Excellence (ICE).” Ob sich auch nicht-Mitglieder der OSBF an der Projektgruppe beteiligen können, ist bislang offen. Die Mitgliedschaft in der Open Source Business Foundation beginnt für Unternehmen bei 1000 Euro pro Jahr.

Die Open Source Business Foundation (OSBF) versteht sich als europaweiter Interessenverband von Open-Source-Unternehmen. Eine andere Projektgruppe der OSBF heißt Interoperabilität, in der auch Microsoft mitwirkt und die zuletzt auf der Cebit 2009 ihre Ergebnisse vorstellte. Ebenfalls in Form eines Projekts verleiht die Organisation den Open Source Business Award, bei dem Unternehmen mit fünfstelligen Preisgeldern mit Open-Source-förderlichen Businessplänen gewinnen. einsendeschluss für den Award 2010 ist Ende Juli 2010.

Das Linux Professional Institute bietet seit 10 Jahren Linux-Zertifizierungen an (LPIC). Für einen ersten Eindruck der Prüfungen gibt es bei Linux-Magazin Online 24 frei erhältliche Artikel aus den Jahren 2007 und 2008, die die Inhalte vorstellen, die sich inzwischen allerdings etwas geändert haben. Für ehrgeizige Anwärter stellt die Linux-Magazin Academy aus dem Hause Linux New Media zusammen mit dem LPI Online-Trainings bereit.

Update: Die Frage, ob auch Nichtmitglieder an der Projektgruppe teilnehmen dürfen, beantwortet die OSBF wie folgt: “Prinzipiell ja. Der OSBF ist allgemein daran interessiert auch mit Nicht-Mitgliedern in Kontakt zu treten. Es sollte aber generell ein ausgewogenes Geben und Nehmen auf beiden Seiten stattfinden. Konkrete Vereinbarungen richten sich nach dem Einzelfall.”

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