Die Entwickler des Router-Betriebssystems OpenWrt starten eine neue stabile Versionsreihe. Dessen erstes Release aktiviert auf einigen Systemen Access Control Lists und Multipath TCP. Darüber hinaus unterstützt OpenWrt jetzt über 100 zusätzliche Geräte.
Dazu gehört mit dem OpenWrt One der erste eigene Router des Projekts. Zu den neu unterstützten SoCs gehören unter anderem die Modellreihen Intel XScale IXP4xx, StarFive JH71x0 (7100/7110), STMicroelectronics STM32 und der AllWinner D1 RISC-V.
Sofern der Router genügend Flash-Speicher bietet, knipst OpenWrt die Multipath-TCP-Funktion im Kernel an. Mit ihm lassen sich mehrere TCP-Verbindungen zu einer stärkeren bündeln. Auf Systemen mit viel Flash-Speicher sind zudem die POSIX Access Control Lists (ACLs) und die Security-Attribute des Dateisystems aktiviert. Beides fordert mittlerweile der Containerdienst Docker ein. Die ACLs und Attribute sind nur auf Systemen aktiv, die nicht das „small_flash“ Feature Flag tragen.
Des Weiteren verbessert OpenWrt 24.10.0 die Unterstützung für das Link Layer Discovery Protocol (LLDP) und WiFi6 (alias 802.11ax). Auf einigen wenigen Geräten funkt das Router-Betriebssystem zudem schon mit WiFi7 (802.11be). In allen Standard-Images steht ab sofort TLS 1.3 zur Verfügung. Möglich macht dies der Einsatz von Mbedtls in der Version 3.6.
Ferner hat das OpenWrt-Team mehrere Softwarekomponenten aktualisiert. So arbeitet unter der Haube auf allen Systemen der Linux Kernel 6.6.73. Zum Einsatz kommen die Musl libc 1.2.5, die Binutils 2.42, Dnsmasq 2.90, Dropbear 2024.86 und ein Snapshot von „hostapd“ aus dem September 2024.





