OpenSuse Leap wird mit dem kommenden Release 15.3 noch enger mit Paketen und Buildprozess von Suse Linux Enterprise (SLE) verschmelzen. Gab es bisher schon weitgehende Gemeinsamkeiten, existierten immer noch zwei Build-Prozesse. Das soll sich ändern.
In einem Blogbeitrag beschreiben die OpenSuse-Macher die Änderungen für das kommende OpenSuse Leap 15.3. Bereits in den vergangenen drei Releases hatte OpenSuse Leap sich die Quellen mit SLE geteilt. Es gab dabei ein gemeinsames Set an Core-Paketen. Daneben gab es einen Package Hub für SLE, über den sich Nutzer weitere zusätzliche Pakete installieren konnten. Der Package Hub stellte dabeidas Community-Repository dar, Suse supportete die dort enthaltenen Pakete nicht direkt, sondern überlässt das der Community. Pakete aus dem Package Hub erfuhren dabei zum Teil schnellere Updates oder waren mit unterschiedlichen Support-Levels ausgestattet. Das komplette OpenSuse Leap hatte die Core-Pakete und die Paket-Liste aus dem Package Hub bereits offiziell dabei. Das bedeutete, dass OpenSuse Leap und SLE zwar die selben Paktequellen nutzten, aber verschiedene Binary RPMs.

Der Prozess der vergangenen drei Versionen von Leap. Quelle: Opensuse
Das soll sich nun ändern. Mit OpenSuse Leap 15.3 nutzen die beiden Distributionen gemeinsame Quellen und Leap wird aus den Binary RPMs von SLE gepackt, plus einigen Leap-spezifischen Branding- und Konfigurations-Beigaben. Mit der Binay-Gleichheit will Suse einen einfacheren Migrationspfad zwischen Leap und SLE. Zudem sollen Synergien genutzt werden und die Kompatibilität sich verbessern. Zu den Umstellungen gibt es eine FAQ von OpenSuse.

Der neue Prozess mit gemeinsamen Binaries. Quelle: OpenSuse




