Openstreetmap stellt auf Vektor-Kacheln um

OpenStreetMap will in diesem Jahr mit der Einführung von Vektor-Kacheln für sein Kartenmaterial beginnen und damit nach eigenem Bekunden einen großen Schritt nach vorne machen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen, bei Openstreetmap eingesetzten Rasterkacheln, die statische Bilder mit Pixeln sind, seien Vektorkacheln so etwas wie die “SVGs” der Mapping-Welt, heißt es im Blogbeitrag von Openstreetmap. Vektor-Kacheln erhalten Linien und Punkte und damit würden Geodaten in einem Format gespeichert, das eine dynamische Gestaltung und Interaktivität ermögliche, so dass der Benutzer das visuelle Erscheinungsbild der Karte anpassen könne, ohne die Daten zu verändern. Vektor-Kacheln seien deshalb zum Industriestandard bei interaktiven Karten geworden, die im Gegensatz zu Openstreetmap nicht oft aktualisiert würden und bei denen man einfach die gesamte Datenbank gelegentlich neu berechnen könne, heißt es im Beitrag.

Für Openstreetmap gelte das nicht, die Karten seien ganz anders und würden inkrementell und ständig aktualisiert, bereits eine Minute nachdem man sie bearbeitet habe. Mapper würden so sofort Feedbakc erhalten, was wichtig sei. Und das sei ständige Aktualisieren sei auch der Grund, warum Openstreetmap in einen eigenen Software-Stack für Vektor-Kacheln investieren müsse.

Um das Vektor-Kachel-Projekt zu leiten, hat die OpenStreetMap Foundation Paul Norman eingestellt, ein renommierter Experte im Bereich Kartografie und offene Daten, der bereits seit 2010 mit Openstreetmap vertraut sei. Es soll weitere Informationen in Form von Blogposts zum Vektor-Projekt geben. Außerdem bittet das Projekt dafür um Spenden.

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