Openstack Ussuri: Die 21. Version der Cloud-Software ist da

Die Openstack Foundation hat mit Openstack Ussuri die inzwischen 21. Hauptversion seiner quelloffenen Cloud-Infrastruktursoftware veröffentlicht.

Die Openstack Foundation hat mit Openstack Ussuri die inzwischen 21. Hauptversion seiner quelloffenen Cloud-Infrastruktursoftware veröffentlicht. Eine Neuerung ist die Integration des Frameworks Cyborg für generelle Hardwarebeschleunigung mit Nova (Compute) ist abgeschlossen. Benutzer können jetzt über Nova Instanzen mit von Cyborg verwalteten Beschleunigern starten.

Jonathan Bryce und Mark Collier, die federführenden Manager der Openstack Foundation nutzten eine Videoschaltung für die Vorstellung von Openstack Ussuri für die Presse. Der COO der Stiftung, Mark Collier, leitetet die Videokonferenz mit der Einschätzung von 451 Research ein, dass Openstack bis 2023 gerechnet, weltweit für einen 7,7 Milliarden US-Dollar schweren Markt stehe. Das Zahlenspiel ergänzte er mit den 24.000 Commits, die in Ussuri eingeflossen seien und die von 1003 Entwicklern aus 188 Unternehmen stammen. Nur drei Projekte können auf eine ähnliche Beteiligung blicken, so Collier, der Linux-Kernel, Chromium und eben Openstack.

Jonathan Bryce, Geschäftsführer der Openstack Foundation ging auf die Neuerungen ein und hob die Arbeiten am Compute Service hervor. Es seien nun etwa Optionen zur kalten Migration und zum Resizing der Server zwischen Nova Zellen aufgenommen worden. Beim Docker-Plugin Kuryr, das über den Einsatz von Neutron einen Brückenschlag zwischen Openstack und Container Networking darstellt, sei IPv6-Support hinzugekommen, ließ Bryce wissen. Im Bereich Sicherheit sei der Load Blancer Service Octavia nun in der Lage, über TLS Sicherheitsanforderungen einzuhalten. Octavia-Nutzer könnten dafür für Pool und Listener akzeptablen TLS-Ciphers spezifizieren.

Mit Ussuri falle zudem der Startschuss für die TLS-Verschlüsselung für Backend-API-Services und damit für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von API-Traffic, sagte Bryce, derzeit werde der API-Service Keystone unterstützt. Openstack Ussuri steht zum Download bereit. Die Highlights hat die Foundation hier zusammengefasst.

Die Foundation hat zudem eine virtuelle OpenDev-Veranstaltungsreie angekündigt. Damit möchte sie in der offenen Infrastrukturgemeinde die Diskussion darüber ankurbeln, wie man die aktuellen Herausforderungen in der Cloud-Infrastruktur angehen kann. Die dreiteilige Reihe beginnt im Juni mit dem folgenden Programm: Nutzung offener Infrastruktursoftware in großem Maßstab: 29. Juni bis 1. Juli, Hardware-Automatisierung: 20. bis 22. Juli und Container in der Produktion von 10. bis 12. August. Weitere Informationen für Teilnehmer sowie einen Anmeldelink gibt es unter openstack.org/events/opendev-2020.

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