Die Openstack Foundation hat im Vorfeld des Virtual Open Infrastructure Summit (19. bis 23. Oktober) die 22. Version von Openstack mit dem Codenamen Victoria veröffentlicht.
Für das Victoria-Release haben 800 Entwickler aus 160 verschiedenen Organisationen in mehr als 45 Ländern insgesamt 27.000 Code-Änderungen für Openstack eingereicht. Zu den Highlights der neuen Ausgabe zählt die federführende Openstack Foundation unter anderem eine tiefere Integration von Kubernetes. Erreicht wird die etwa durch die Implementierung von benutzerspezifische Ressourcendefinitionen (CRDs) in Kuryr, dem Verbindungsstück zwischen Openstack und der Container-Vernetzung. Kuryr benötigt damit keine separaten Annotations mehr zur Speicherung von Daten über Openstack-Objekte in der Kubernetes-API und erstellt stattdessen entsprechende CRDs. Auch der Openstack-Service Tracer, der für die Orchestrierung der Network Functions Virtualization (NFV) zuständig ist, bietet jetzt bessere Unterstützung für weitere Kubernetes-Objekte.
Von der Foundation hervorgehoben wird auch die erweiterte Unterstützung von Architekturen und Standards. So kann die Cyborg-API nun FPGAs direkt Programmieren. Victoria unterstützt zudem Intel-QAT- und Inspur-FPGA-Beschleuniger, teilt die Foundation mit.
Netzwerkprobleme soll es mit Openstack Victoria ebenfalls weniger geben. Dass der Lastverteilungsdienst Octavia nun das Proxy-Protokoll in Version 2 unterstützt, hilft dabei. ProxyV2 ermöglicht bei Verwendung von TCP-Protokollen die Weitergabe von Client-Informationen an Mitglieder-Server und verbessert die Leistung beim Aufbau neuer Verbindungen zu den Servern, insbesondere wenn IPv6 verwendet wird. Openstack Victoria steht zum Download bereit.
Vom 19. bis 23. Oktober veranstaltet die Openstack Foundation die virtuelle Ausgabe des Open Infrastructure Summit. Die Anmeldung ist kostenlos.






