Openlogic Discovery sucht Open-Source-Programme

Das amerikanische Unternehmen OpenLogic hat ein Software-Tool namens OpenLogic Discovery veröffentlicht, das auf Firmenrechnern installierte Open-Source-Software finden soll.

Nach Ende der Betaphase im April steht nun die fertige Variante auf der Unternehmens-Webseite kostenlos zum Download. Openlogic will mit Dicovery den Mangel vieler Software Asset-Management-Programme ausgleichen, nur nach proprietären Lizenzen zu suchen. Das Programm von Openlogic ist parallel zum herkömmlichen Software-Management einsetzbar. Zum Duchforsten des Systems nach Open-Source-Lizenzen nutzt Discovery einen Katalog von “Fingerabdrücken” (Fingerprints), mittels denen Open-Source-Programme identifizierbar sind.

Unternehmen behalten damit den Überblick über ihre IT. Laden Mitarbeiter freie Software herunter, gelangen auf diesem Weg Anwendungen in die Unternehmens-IT, die auch mangels Einkaufsvorgang nicht erfasst sind. IT-Verantwortliche haben dann das Problem, nicht genau zu wissen, welche Software und welche Open-Source-Lizenzen im Unternehmen zum Einsatz kommen. OpenLogic Discovery will in dem Fall Abhilfe schaffen. Nach Herstellerangaben erkennt die Software mehr als 5000 Versionen von rund 900 Open-Source-Programmen, sowohl auf Windows-, Linux- wie auf Solaris-Betriebssystemen. Neben der Software bietet der Hersteller eine kostenlose Bestandsanalyse für bis zu 500 Rechner an. Der Bericht listet auf, welche Open-Source-Pakete wie oft installiert sind und benennt, welche Open-Source-Lizenzen betroffen sind.

Das Unternehmen erhofft sich damit im nächsten Schritt Aufträge für seine Enterprise-Software und Dienstleistungen. Anfang Juli hat OpenLogic die neueste Version seines Asset Managements namens OpenLogic Enterprise 4.6 veröffentlicht, die Software inventarisieren und verwalten. Neu ist, dass in der Plattform Ajax-Technologien wie Googles Web Toolkit oder Dojo aufgenommen sind.

Ähnliche Angebote wie OpenLogic gibt es von Palamida oder Black Duck Software. Mit deren Software sollen Unternehmen vor allem sicherstellen, dass hauseigenene Entwicklungen keine Lizenz- oder Urheberrechte anderer verletzen. Openlogic Discovery will sich dahingehend unterscheiden, dass hausinterne Regelungen für den Umgang mit Freier Software auf den Prüfstand kommen.

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