OpenCL in Beta-SDK für GPUs und Vielkern-CPUs integriert

Der Chiphersteller AMD hat die als offener Standard entwickelte Spezifikation OpenCL für Parallelprogrammierung in seine ATI-Stream-Entwicklungsumgebung eingebracht .

Durch die OpenCL (Open Computing Language) sollen Entwickler mit der neuen Betaversion des ATI Stream SDK 2.0 grafische und zentrale (Mehrkern-)Prozessoren gleichzeitig für ihre Parallelprogrammier-Projekte ansprechen. Die Idee der Spezifikation ist, paralleles Programmieren für GPUs und Mehrkern-CPUs zu harmonisieren, um die Rechenleistung zu erhöhen.

Mit der Integration der Spezifikation in die ATI-Entwicklungsumgebung stellt AMD nach eigenen Angaben als erster eine OpenCL-Entwicklungsplattform bereit. Die finale Version des ATI Stream SDK 2.0 ist für später in 2009 geplant. Das SDK liegt auf der AMD-Projektseite in binärer Form für 32 und 64 Bit vor. Als unterstützte Distributionen sind Opensuse 11 und Ubuntu 8.04 angegeben. Um das SDK herunterzuladen, muss man sich mit Adressdaten als AMD Developer registrieren. Erst dann steht auch das Forum offen.

OpenCL ist ein offener Standard für Parallelprogrammierung sowohl für Mehrkern- als auch für Grafikprozessoren. Die derzeit in Version 1.0 vorliegende Spezifikation enthält Angaben zu der C-basierten Programmiersprache, zum Plattform-Layer-API und zur API der Laufzeitumgebung. An ihrer Entwicklung beteiligen sich rund 30 Unternehmen, darunter IBM, Intel, Toshiba, Freescale, Nvidia, QNX und Texas Instruments. Eine erste Einführung gibt es auf der OpenCL-Webseite von AMD. Die Spezifikation selbst ist als rund 300 Seiten langes PDF auf den Seiten der Khronos Group erhältlich, bei der die OpenCL-Arbeitsgruppe angesiedelt ist.

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