OpenAI gab jetzt bekannt, dass seine Nutzerzahlen seit Februar um 50 Prozent auf 3 Millionen zahlende Unternehmenskunden gestiegen sind. Gleichzeitig stellte das Unternehmen eine neue Suite von Arbeitsplatz-Tools vor, mit denen es in direkte Konkurrenz zu Microsoft tritt, das kürzlich ebenfalls 50 Tools für agentenbasierte KI vorstellte.
So wurden eine Reihe neuer Konnektoren vorgestellt, die ChatGPT in populäre Geschäftsanwendungen wie Dropbox, Box, SharePoint, OneDrive und Google Drive integrieren. Mit einem Record Mode genannten Feature lassen sich Meetings aufzeichnen, transkribieren und zusammenfassen.
Von Deep Ressearch, einem Agenten für mehrstufige Recherche- und Analyse-Funktionen und vom Coding Tool Codex gibt es jeweils erweiterte Versionen. Deep Reearch arbeitet dabei mit etlichen Microsoft und Google Tools zusammen.
All das ordnet sich in ein Bestreben der großen KI-Firmen ein, Künstliche AIntelligenz in den Geschäftsalltag zu integrieren. Das unterstreicht auch ein Statement von Sam Altman, CEO von OpenAI, der kürzlich auf dem Snowflake Summit in San Francisco Unternehmensleitern mit Bezug auf die Einführung von KI riet, “es einfach zu tun”. “Was man bei Unternehmen mit KI beobachten kann, ist, dass die Leute, die früh darauf setzen und sehr schnell lernen, viel besser abschneiden als die, die abwarten, wie sich alles entwickelt.” Noch vor einem Jahr hatte er dazu geraten, vorsichtig mit KI zu experimentieren, anstatt sie in kritischen Geschäftsprozessen einzusetzen. Jetzt argumentiert er, dass die KI-Fähigkeiten für den Produktionseinsatz in den meisten Unternehmen ausreichend ausgereift sind.
Der Sinneswandel könnte auch damit zu tun haben, dass sich OpenAI zunehmender Konkurrenz ausgesetzt sieht, etwa durch Microsoft, Google oder auch durch das von Ex-OpenAI-Forschern gegründete Anthropic.




