Open-Xchange Summit: OX erweitert Groupware um Chat, VoIP und Video-Telefonie

Auf seinem Partnerevent in München hat der Groupwarehersteller Open Xchange zahlreiche Neuerungen von Partnern, vor allem aber die Erweiterung des OX Messengers vorgestellt.

Ganz im Zeichen der Echtzeitkommunikation stand der OX Summit 2014 in der Münchner Muffathalle. Im Herzen der bayerischen Metropole trafen sich Partner, Anwender und Entwickler, um bei Vorträgen, Bier und Brotzeit die neuesten Entwicklungen der Groupware-Suite zu erörtern. Die entwickelt sich mehr und mehr zu einem App-Center im Browser, der immer neue Funktionen erhält – zum Beispiel Instant Messaging und CRM.

Direkt an der Isar liegt die Muffathalle, eine ehemalige Fabrik.

Direkt an der Isar liegt die Muffathalle, eine ehemalige Fabrik.

Moderne und mobile Messengerdienste und soziale Netzwerke prägten da auch schon die Keynote von Aral Balkan. Der Gründer und Mastermind will mit der Initiative Ind.ie einen ganzen Satz an Hard- und Software erstellen, mit denen Anwender sicher und frei kommunzieren können, ohne von Datenkraken oder Geheimdiensten ausgespäht zu werden. Balkan sparte da nicht mit Kritik an Facebook, Google, Apple und Co.  Auch als er persönlich die Hauptakteure zitiert, erntet er Applaus.

Aral Balkan bei der Keynote auf dem OX Summit 2014.

Aral Balkan bei der Keynote auf dem OX Summit 2014.

Balkan zufolge zeichnen Personen wie Zuckerberg (der seine späteren Kunden einst “dumme Idioten”  [dumb fucks] nannte) und Googles Eric Schmidt  ein düsteres Bild an die Wand, was die Privacy der User angeht. Die stehe im Widerspruch zum Business Modell dieser Firmen, so dass eine weitere Aufweichung der Grundrechte der Kunden unausweichlich sei. Dem wolle er mit seinem aus Crowd-Funding-Mitteln finanzierten Projekt (Start im November) eine Alternative entgegenstellen.

Daten wieder selbst bestimmt verwalten ist die Mission von Aral Balkan.

Daten wieder selbst bestimmt verwalten ist die Mission von Aral Balkan.

Ebenso kritisch äußerte sich OX-CEO Rafael Laguna, der auch eine Lösung parat hatte: Mit dem neuen OX Messenger halten Chat, VoIP und Videotelefonie Einzug in den OX Webdesktop. Die vom holländischen Spezialisten und Partner Voiceworks entwickelte und erstmals live präsentierte Technologie basiert – wie fast alles bei OX – auf offenen Standards, so kommt etwa Web RTC für die Echtzeitkommunikation zum Einsatz.

Ein stolzer OX-CEO (Rafael Laguna) präsentiert die Neuerungen in seinem Produkt.

Ein stolzer OX-CEO (Rafael Laguna) präsentiert die Neuerungen in seinem Produkt.

Im weiteren Verlauf des Tages blieb die Sicherheit im Fokus, vor allem in Zeiten der NSA und der amerikanischen Big-Data-Datenkraken, die allzu willfährig (geht es nach Laguna) mit den Geheimdiensten kooperieren.  Nach dem Vortrag über Überwachung gegen Verschlüsselung von Christian Dawson von i2-Coalition teilte sich das Programm auf in zwei Tracks mit teils eher praktisch orientierten, teils wegweisenden Vorträgen von OX-Partnern wie Univention (Management), Paralllels (Cloud), Mail (Heinlein), aber auch Themen rund um die vielen Neuerungen im Bereich der OX App Suite Business-Anwendungen (Fortnox), oder  im integrierten Customer Relationship Management (Digitec).

Live Video-Schalte nach Holland? Nicht ganz, aber OX-Messenger funktioniert.

Live Video-Schalte nach Holland? Nicht ganz, aber OX-Messenger funktioniert.

Am Freitag folgen dann Produktsessions, in denen die Technologie der Hersteller im Vordergrund steht, beispielsweise die Skalierbarkeit mit Dovecot oder die Sicherheit mit OX Guard.

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