IBM und Yahoo veröffentlichen eine neue Version ihrer kostenlosen Suchmaschine für Unternehmen.
Die Software IBM OminFind Yahoo Edition basiert auf dem Open-Source Projekt Lucene und aktualisiert in der Version 8.4.2 auf den neuesten Kernel. Die Software durchsucht bis zu 500.000 Dokumente mit rund 200 verschiedenen Dateiformaten, darunter beispielsweise Acrobats PDF-Dateien, OpenOffice.org-Dateien oder Microsoft Excel und Word
Als ihr “Mantra” bezeichnen die Entwickler eine “Drei-Klick-Installation”, die auch für Updates gelten soll. Die Einstellungen und Konfiguration sollen hierbei vollständig erhalten bleiben. Als weiteres Hauptmerkmal nennen die Unternehmen die einfache Benutzerführung. Die browser-basierte Anwenderoberfläche ist in der Grundeinstellung optisch an Yahoo!s Suchmaschine angepaßt. In seinem Blog zur neuesten Version erklärt Entwickler Sean Johnson als wesentliche Verbesserung die Suche über Datensammlungen: Anwender können in der Suchsoftware jetzt bis zu fünf separate individuelle Indexverzeichnisse für Dokumente anlegen. Dies ermöglicht die Suche in bestimmten Bereichen statt in allen vorhandenen Quellen. Als weitere Neuheit nennt er zusätzlich anpassbare Metadatenfelder. Anwender können ihre eigenen Metadaten definieren, über HTML-Tags oder aus Dokumentdaten oder die Programmierschnittstelle (API). Verbessert wurden auch die Reporting-Funktinalitäten und die Installation der Software als Windows-Service. Die Verbesserungen und Änderungen sind vorwiegend aufgrund von Rückmeldungen der Anwender entstanden, so die Verlautbarung.
Seit der Veröffentlichung der kostenlosen Software vor rund einem Jahr wurde das Programm laut IBM bisher rund 25.000mal heruntergeladen. Als Systemvoraussetzungen nennt die Download-Seite Red Hat Enterprise Linux 5, Suse Enterprise Linux 10, Windows XP oder Windows Server 2003, als Browser werden Mozillas Firefox und Microsofts Internet Explorer unterstützt. IBM bietet kostenpflichtigen Telefonsupport für das kostenlose Suchprogramm an. Im Jahr 2006 lancierten Yahoo und IBM ihre Software als Mitbewerber für das Google-Produkt Mini. Die Hardware-Appliance Google Mini kostet inklusive Support und Software 1995 Euro in der kleinsten Ausgabe, die bis zu 50.000 Dokumente mit bis zu 220 Dateiformaten durchsucht; die teuerste Variante durchforstet bis zu 300.000 Dokumente und soll 8995 Euro kosten.
Auch Microsoft möchte in diesen Markt mitspielen und kündigte Anfang November ein ähnliches Produkt namens Search Server 2008 an, mit der kostenlosen Variante Search Server Express 2008. Diese Produkte sollen in der ersten Jahreshälfte 2008 auf den Markt kommen.


