In einem offenen Brief fordern Granden aus der Opens-Source-Szene und fast 2000 private Unterzeichner den Rücktritt von Richard Stallman aus dem Vorstand der Free Software Foundation (FSF). Stallman hatte vor Kurzem überraschend seine Rückkehr in den Vorstand bekannt gegeben, nachdem er im Jahr 2019 wegen umstrittener Äußerungen in einer Missbrauchsaffäre als Präsident der FSF zurücktreten musste.
Zu den Unterzeichnern des Briefs zählen unter anderem Molly de Blanc (Debian Project, GNOME Foundation), Matthew Garrett, ehemals Vorstandsmitglied bei der FSF, Katherine Maher, Wikimedia-Chefin, Neil McGovern, Gnome-Geschäftsführer und ehemaliger Debian-Projektleiter, Deb Nicholson, General Manager bei der OSI und die Aktivistin und Ex-Politikerin Julia Reda. Daneben sind viele Mitglieder von Projekten und auch Organisationen aufgeführt, darunter Mozilla, Tor und die X.org Foundation.
Der Brief legt Stallman nahe, all seine Ämter sofort niederzulegen. Auch der komplette FSF-Vorstand solle Konsequenzen aus der Wiederaufnahme Stallmans ziehen und zurücktreten, heißt es in dem Brief.
Stallman sei lange Zeit eine gefährliche Kraft in der Free-Software-Community gewesen, heißt es im Schreiben. Er habe sich neben anderem unangemessenen Verhalten als frauenfeindlich, behindertenfeindlich und transphob gezeigt. Diese Art von Überzeugungen hätten keinen Platz in den Communities der freien Software, der digitalen Rechte und der Tech-Welt, heißt es im Brief. Man habe lange genug Toleranz für Stallmans verwerfliche Ideen und Verhaltensweisen gezeigt, schreiben die Community-Mitglieder. Es sei aber nicht länger hinnehmbar, dass eine Person die Arbeit, Ziele und Ideale der Bewegung ruiniere.
Stallman solle also wie der gesamte FSF-Vorstand zurücktreten. Außerdem solle Stallman sein Amt beim GNU-Projekt aufgeben und alle weiteren Ämter niederlegen. Die Forderungen unterstreichen die Unterzeichner mit der Ankündigung, nichts mehr zu Projekten beizutragen, die mit der FSF oder Stallman zu tun haben, sollten sie nicht erfüllt werden. Zudem werde man keiner Veranstaltung der FSF beiwohnen oder dort sprechen, heißt es weiter, auch Veranstaltungen, bei denen Stallman auftrete seien tabu.
Auch die Free Software Foundation Europe hat sich in einem Statement den Forderungen nach der Aufgabe aller Ämter angeschlossen. Die FSFE werde in der jetzigen Situation zudem die Zusammenarbeit mit der FSF und allen Organisationen, in denen Stallman eine Führungsposition einnimmt, einstellen, heißt es in dem Statement.
Stallman war im Jahr 2019 als Präsident der FSF zurückgetreten, weil er auf einer internen MIT-Mailingliste den 2016 verstorbenen Professor Marvin Minsky verteidigte. Dem wird im Zuge der Epstein-Affäre vorgeworfen, auf Epsteins Insel gegen ihren Willen mit einer der eingeflogenen Minderjährigen geschlafen zu haben. In dem offenen Brief sind weitere Vorkommnisse mit Stallman verlinkt und es wird daraufhingewiesen, dass viele Unterzeichner ihre persönlichen negativen Erfahrungen mit Stallman gemacht haben.






Tja da kann sich jeder der Unterzeichner mal überlegen in wieweit seine sozialen Einstellungen gegen seine Leistung als Programmierer entgegenwirken.
Für mich ist das Verlangen des Rücktritts nachvollziehbar und vor allem konsequent!
Wenn ich sehe wie die westlichen Länder dieser Erde mit China umgehen, da wird immer der Umgang mit den Menschenrechten angeprangert, aber man trennt sich nicht konsequent von einer Zusammenarbeit mit China um weiter Geschäfte mit denen machen zu können.
Wird auch über die 2000 Unterstützer und deren Brief berichtet?
https://rms-support-letter.github.io/