Microsoft, SAP, IBM, Citrix, Red Hat und andere Konzerne nehmen das Open Data Protocol (Odata) zum Austausch von Daten im Web als neue technische Arbeitsgruppe unter dem Dach der Oasis in die Hand.
Die Oasis (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) hat jetzt den offiziellen Startschuss des technischen Odata-Komittees gegeben. Zu den ursprünglichen Initatoren kamen jüngst unter anderem auch Red Hat und CA Technologies hinzu. Die Arbeitsgruppe soll jetzt 57 mitwirkende Unternehmen haben, nur Oasis-Mitglieder mit Sponsoren-Status werden jedoch auf der Komittee-Webseite verraten. Auf der To-Do-Liste steht, binnen der kommenden neun Monate eine Kernspezifikation von Odata zu entwickeln, außerdem will man Abfrageformate für Json und Atompub und diverse Extensions bereitstellen.
Die Oasis unterhält eine öffentliche Odata-Mailingliste, auf der sich der Fortschritt nachvollziehen lässt. So findet am heutigen Donnerstag ein Meeting statt, dessen Agenda vorsieht, alle Kernbestandteile des neuen Standards in das Oasis-Standard-Template zu gießen. Anfang August versammelte eine E-Mail an die frisch iinstallierte Arbeitsgruppe alle Links und Ressourcen rund um die Odata-TC versammelt. Die Charter enthält Rahmenangaben, was die Arbeitsgruppe wie erreichen möchte, und ging zusammen mit dem Call for Participation im Juni an die Oasis-Öffentlichkeit.
Odata ist ein Protokoll zum Austausch von Daten im Web, das auf HTTP, das Atom Publishing Protocol (AtomPub) und Json aufsetzt. Bibliotheken sind zum Beispiel für Java, PHP, Drupal, Joomla, MySQL, iOS und Android hinzugekommen. Die Oasis-Arbeitsgruppe startet bei Odata v3 von April 2012. Das Protokoll entstand zu einem guten Teil im Hause Microsoft, das es mit dem “Open Specification Promise” versah. Als Oasis-Protokoll soll es unter der Nutzungsversion “Royalty Free on RAND Terms” stehen, spezifiziert unter Punkt 10.2.2 der Oasis-IP-Policy.
Oasis ist eine internationale, nicht-profitorientierte Standardisierungsorganisation. Die derzeit rund 5000 Mitglieder aus etwa 600 Organisationen zahlen je nach Größe, Typ und Förderinteresse zwischen 1000 und 50.000 US-Dollar jährlich.



