Vertreter von Google, Red Hat und der Bank of America schließen sich dem Vorstand von OASIS an, dem internationalen Konsortium für Standards und Open Source. Zu den gewählten Vorstandsmitgliedern gehört auch der Samba-Entwickler Jeremy Allison.
Bekannt wurde OASIS vor ein paar Jahren vor allem mit dem OpenDocument-Format, aber das Standardisierungskonsortium entwickelte bislang weit mehr Spezifikationen. Etwa DocBook, MQTT und SAML, eine komplette Liste gibt es hier. Dass nun Vertreter von Google, Red Hat und der Bank of America in den Vorstand kommen, zeigt, dass das Gremium weiterhin eine wichtige Rolle beim Standardisieren von Technologien spielt – offenbar vor allem für Unternehmen. Im Austausch verlassen bisherige Mitglieder den Vorstand, darunter Bret Jordan von Broadcom, Margaret LaBrecque von Intel und Paul Lipton.
Prominentester Neuzugang ist mit Jeremy Allison sicherlich der britische Free-Software-Advokat, den viele vor allem als Samba-Entwickler kennen und der aktuell in Googles Open-Source-Programm arbeitet. Er geht für Google in den Vorstand. Auch Rich Bowen arbeitet seit Jahren im Open-Source-Bereich, konkret als Community-Manager im CentOS-Projekt. Wende Peters hat einen Security-Hintergrund und trägt bei der Bank of America den etwas sperrigen Titel Info Security Development Technology Manager. Sie übersieht dort die Bereiche Application Management und Continuous Development.
Im Vorstand von OASIS treffen die Neuankömmlinge dann auch Vertreter anderer Unternehmen, etwa von Oracle und IBM. Ihre Amtszeit erstreckt sich auf die nächsten zwei Jahre, also bis zum Juli 2022.



