Noyb will Untersuchung von Datenverarbeitungspraktiken bei OpenAI

Die in Wien beheimatete Datenschutzorganisation Noyb, gegründet vom Datenschutzaktivisten Max Schrems, fordert die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) zu einer Untersuchung der Datenverarbeitungspraktiken von OpenAI auf.

Hintergrund der Beschwerde (PDF) ist laut Noyb, dass OpenAI offen zugibt, falsche Informationen auf ChatGPT nicht korrigieren zu können. Das Unternehmen wisse nicht einmal, woher die Daten stammen oder welche Daten ChatGPT über einzelne Personen speichere, teilt Noyb mit.

Ungenaue Informationen seien vielleicht tolerabel, wenn Schüler ChatGPT für Hausaufgaben nutzen, schreibt Noyb weiter, nicht jedoch wenn es um die Informationen über Einzelpersonen gehe. Seit 1995 besagt das EU-Recht, dass persönliche Daten korrekt sein müssen, heißt es. Mittlerweile sei dies in Artikel 5 DSGVO verankert. Personen haben laut Artikel 16 DSGVO außerdem ein Recht auf Berichtigung inkorrekter Informationen – und haben die Möglichkeit, ihre Löschung zu verlangen, teilt Noyb weiter mit.

OpenAI ist sich laut Noyb dieses Problems bewusst. Anstatt etwas zu verändern, argumentiere das Unternehmen jedoch einfach, dass „faktische Genauigkeit in großen Sprachmodellen ein Bereich aktiver Forschung bleibt“. Von besonderem Interesse sei die Frage, welche Maßnahmen das Unternehmen zur Sicherstellung der Richtigkeit persönlicher Daten getroffen habe, heißt es bei Noyb. Darüber hinaus fordert Noyb, dass OpenAI dem Auskunftsbegehren des Beschwerdeführers nachkommt und seine Verarbeitung in Einklang mit der DSGVO bringt. Nicht zuletzt fordert Noyb die Behörde zur Verhängung eines Bußgelds auf, um die zukünftige Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.

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