Novells JeOS: "Gerade genug Betriebssystem"

Der Linux-Distributor Novell hat ein neues Programm angekündigt, das Anwendungsherstellern die Programmierung auf Basis von Suse Linux vereinfachen soll. Technische Grundlage ist eine abgespeckte Version von Novells Suse Linux Enterprise Server.

Das “Suse Appliance Program” soll unabhängigen Software-Herstellern die Möglichkeit an die Hand geben, Anwendungen für Endkunden mit Novells GNU/Linux-Distribution zu kombinieren. Ein Teil des Programms ist das System JeOS, das eine extrem abgespeckte Ausgabe des Suse Linux Enterprise Servers ist. Der Name ist ein Akronym von “Just enough Operating System”, was übersetzt so viel wie “gerade genug Betriebssystem” bedeutet. JeOS steht als Beta-Version auf der Novell-Website zum Download bereit. Das System soll Herstellern als Basis ihrer eigenen Anwendungen dienen und deren Entwicklung vereinfachen.

Mit dem Suse Appliance Program können Hersteller ihre Anwendungen direkt mit Novells Linux bündeln und anbieten. Dieses kann nicht nur nativ auf x86-basierter Hardware laufen, sondern auch virtualisiert. Dabei haben die Hersteller die Wahl zwischen paravirtulisierter und vollvirtualisierter Umgebung. Das Novell-Programm umfasst verschiedene Hypervisoren wie Xen, VMware ESX und auch Microsofts Hyper-V.

Parallel zu JeOS unterstützt Novell die Entwicklung einer offenen Community-Version. Diese soll LimeJeOS heißen und basiert auf OpenSuse. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Limejeos-Seite bei OpenSuse.

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