Mit der Version 42 verwandelt sich die auf Fedora basierende Distribution Nobara in eine Rolling-Release-Variante. Sie wechselt zudem den Standard-Browser zu Brave, den das Nobara-Team ein wenig an seine Bedürfnisse angepasst hat.
Dabei hat das Team lediglich an einigen Einstellungen geschraubt. Der Browser selbst stammt aus dem offiziellen Brave-Repository, das Nobara 42 einbindet. Über eine entsprechende Policy knipsen die Nobara-Entwickler allerdings einige Funktionen aus, darunter den Brave AI-Chat und Verbindungen über das Tor-Netzwerk. Wer damit nicht einverstanden ist, muss lediglich das Paket „nobara-browser-policy“ und somit die Policy deinstallieren.
Laut den Nobara-Entwicklern war der Brave-Browser nicht die erste Wahl. Firefox und darauf basierende Browser sorgten jedoch für einen Absturz, sobald man eine Seite mit einem laufendem Video gescrollt hätte. In Chromium und Vivaldi wiederum würde Google Meets nicht funktionieren. Unter dem Strich hätte nur Brave keine der Probleme verursacht. Obendrein würde der Browser keine zusätzlichen Codec-Pakete für die Videowiedergabe benötigen.
Paketmanagement
Kleinere Umbauten gab es auch am Paketmanager. Zunächst haben die Nobara-Entwickler den Nobara Package Manager vom Desktop und aus den Favoriten entfernt. Damit wollen sie in erster Linie unerfahrene und neue Nutzer davor schützen, falsche Pakete zu installieren. Den Nobara Package Manager sieht das Team in erster Linie für erfahrene Nutzer vor, die ihn auch weiterhin an Bord der Distribution finden.
Des Weiteren ersetzt Flatpost die Softwareverwaltungen Discover und Gnome Software. Flatpost ist eine Eigenentwicklung des Nobara-Teams und kümmert sich ausschließlich um Flatpaks. Das Werkzeug ist dabei absichtlich einfach gehalten. Da es auf Python und GTK aufsetzt, ist es zudem portabel und nicht an eine Desktop-Umgebung gebunden.
Rolling Release
Bereits Nobara 41 nutzte das Rolling-Release-Prinzip, bei dem sich das System immer auf dem aktuellen Stand hält. Mit Nobara 42 gilt die Distribution offiziell als Rolling Release. Wer Nobara 41 installiert hatte, sollte bereits alle Updates erhalten haben, die jetzt Nobara 42 formen.
Abschließend hat das Team noch den Driver Manager leicht aufgebohrt. Er erlaubt den Wechsel zwischen den „mesa-vulkan-drivers“ und den „mesa-vulkan-drivers-git“ sowie einen Tausch zwischen den offenen und proprietären Nvidia-Treibern – das sogar für die Production-, Beta- und New-Feature-Ausgaben.





