Mit Version 2.0 erfährt die No-SQL-Datenbank Riak zahlreiche Neuerungen und Änderungen, die sämtliche Bereiche betreffen. Dazu gehören unter anderem die Suche, die Sicherheit und die Konsistenz der Daten.
CRDT-basierte Datentypen sollen das Modellieren von Daten in Riak vereinfachen. Sie kommen aber nur in Buckets zum Zuge, die der Admin explizit dafür konfiguriert hat. Auch neu beziehungsweise überarbeitet haben die Entwickler die drei neuen Subsysteme Riak Security, Strong Consistency und Riak Search. Sie kann der Datenbankverwalter bei Bedarf ebenfalls zuschalten.
Strong Consistency bedeutet, dass Riak für bestimmte Bucket Types Garantien für feste Datenreihenfolgen gibt. Die Konsistenz der Daten ist in diesem Fall wichtiger als ihre Verfügbarkeit. Die Riak-Suche verbindet Buckets oder Buckets mit einem Solr-Index. Anschließend lassen sich die wie üblich per JSON, XML oder Plaintext übergebenen Werte über das Solr-API indexieren. Riaks Security-Subsystem sorgt dafür, dass Admins User für bestimmte Vorgänge authentifizieren und autorisieren, Rechte lassen sich also feinkörniger verteilen. Auch diese Funktion lässt sich nach Belieben aktivieren und deaktivieren.
Daneben haben die Entwickler die Konfiguration in einer Datei namens “riak.conf” versammelt. Existierende “app.config” und “vm.args” erkennt Riak nach Upgrades jedoch weiterhin. Zwar empfehlen die Riak-Entwickler nachdrücklich, Bucket Types für Buckets festzulegen, weisen aber in den Release Notes darauf hin, dass das kein Muss ist. Auch neu sind Dotted Vector Clocks (DVV), die dynamische Werte im Auge behalten und eine Alternative zu Vector Clocks bilden. Sie sind in den Buckets standardmäßig aktiv, lassen sich aber ausschalten.
Die Entwickler weisen darauf hin, dass die neuen Features optional sind. Wer sie nicht nutze, habe dennoch Vorteile vom Upgrade auf Version 2.0. So reduziere etwa das Cluster-Metadata-Subsystem den Datenaustausch zwischen den Nodes im Riak Cluster und erzeugt so weniger Traffic. Zudem wurde die Performance des Active Anti-Entropy-Features (AAE), das seit Version 1.3 an Bord ist, verbessert. Nicht zuletzt habe Riak 2.0 einige Bugfixes erhalten.
Weitere Details zu den neuen Features erklärt die ausführliche Dokumentation, ein Guide hilft beim Upgrade. Herunterladen lässt sich Riak 2.0.0 im Downloadbereich, es gibt unter anderem Pakete für Red Hat, Ubuntu, Debian, Suse und Free-BSD.






