NixOS 24.11 kommt mit Gnome 47 und Plasma 6.2

Die neue Version der Distribution rund um den Nix-Paketmanager aktualisiert vor allem die Desktop-Umgebungen sowie LLVM. Darüber hinaus wechselt der Sound-Server und AMD-Grafikkarten lassen sich weitreichender konfigurieren.

Trotz 8.141 neu hinzugefügter und 20.975 aktualisierter Pakete fällt die Ankündigung der neuen Version recht karg aus: Es stehen Gnome 47 und Plasma 6.2 zur Wahl, LLVM meldet sich in der Version 19. Die GCC bleibt auf der bereits bekannten Version.

Neuer Sound-Server

Einige wichtige Änderungen unter der Haube verraten erst die etwas ausführlicheren Release Notes. So ersetzt Pipewire den Sound-Server PulseAudio „in den meisten grafischen Sessions“ – welche genau betroffen sind, verraten die Release Notes allerdings nicht. Trotz des Wechsels unterstützen die Entwickler auch zukünftig PulseAudio, raten Anwendern aber dazu, möglichst auf Pipewire umzusteigen.

Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten

Der quelloffene Treiber „amdgpu“ für AMD-Grafikkarten lässt sich über die Einstellungen unter „hardware.amdgpu“ konfigurieren. Entsprechende Optionen für den AMD Vulkan-Treiber finden sich unter „ hardware.amdgpu.amdvlk“.

Das neue Modul „hardware.display“ bietet verschiedene Workarounds für Bildschirme, die im Betrieb Probleme bereiten. Unter anderem lässt sich ein Framebuffer-Modus erzwingen. Knipst man die Option „systemd.enableStrictShellChecks“ ein, prüft das Tool Shellcheck automatisch alle von NixOS erzeugten Systemd-Skripte. Jede Fehler- oder Problemmeldung von Shellcheck führt umgehend dazu, dass der Build fehlschlägt.

Xen und aktualisierte Pakete

Der Xen-Hypervisor lässt sich wieder unter „virtualisation.xen“ aktivieren. Die dabei zum Einsatz kommende Xen-Version 4.19.0 kann ihren Hypervisor auf EFI-Systemen booten. Diese Methode sowie der Start über die neue Systemd-basierte Stage 1 Initrd sind zudem die beiden einzigen offiziell von den NixOS-Machern unterstützten Startvarianten. Apropos Xen: Die veraltete Komponente „qemu-xen-traditional“ ist nicht mehr mit an Bord. Darüber hinaus gelten die Einstellungen „virtualisation.xen.bridge“ als veraltet – eine Netzwerk-Bridge muss man ab sofort selbst einrichten.

Wer Spiele über Moonlight streamt, darf sich über HDR-Unterstützung freuen. Die Datenbank PostgreSQL macht den Sprung auf die Version 16, auch Authelia und Netbird liegen in frischeren Releases bei. Der auch unter anderen Unix-Systemen einsetzbare Nix-Paketmanager kommt in der Version 2.24 zum Einsatz. Unter anderem liefert seine interaktive Kommandozeile („nix repl“) über den „:doc“-Befehl die in entsprechenden Kommentaren verstaute Dokumentation zu einer Funktion.

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