Nitrux 3.8.0 verbessert Systemstart über OpenRC

Der Desktop von Nitrux 3.8.0

Der Desktop von Nitrux 3.8.0

Die Nitrux-Entwickler haben in der neuen Version ihrer Distribution vor allem am Bootvorgang geschraubt und einige Softwarepakete aufgefrischt. Obendrauf gab es ein paar Änderungen für Nvidia-Grafikkartenbesitzer.

Die meiste Arbeit floss in den Systemstart via OpenRC. So hat das Nitrux-Team mehrere Dienste passend zu ihren Aufgaben in entsprechende Runlevel einsortiert und einige Dienste aus den Runleveln „async“, „default“ und „sysinit“ entfernt. Diese letztgenannte Entrümpelungsmaßnahme soll dafür sorgen, dass Nitrux flotter hochfährt. Abschließend spendierten die Entwickler Rsyslog noch ein verbessertes Serviceskript.

Für Nvidia-Geräte hält Udev jetzt passende Regeln bereit, Device Nodes legt ein erstmals mitgeliefertes Nividia-Tool an. Nitrux 3.8.0 aktiviert zudem die Dynamic-Boost-Funktion einiger Nvidia-Grafikchips. Dies erledigen im Hintergrund ein OpenRC-Serviceskript sowie eine passende Udev-Konfiguration.

Nitrux weist ab sofort darauf hin, wenn es in einer virtuellen Maschine läuft oder die Hardware zu schwachbrüstig für den Betrieb ist. Der Installationsassistent Calamares setzt einen Kernel-Parameter, der ein Abweichen der Systemzeit auf einigen Laptops verhindert. Darüber hinaus hat das Nitrux-Team die Installationsskripte für LibreOffice, Bauh, Steam, Bottles und HGL überarbeitet.

Mit an Bord sind jetzt Firefox 133, der Mesa-Grafikstack 24.2.8 und das Nitrux Update Tool System (Nuts) in der Version 2.1.9. Letztgenannte bringt nur kleinere Änderungen mit. Unter anderem gibt das Werkzeug besser lesbare Statusmeldungen aus und bricht den Update-Prozess ab, wenn das Root-Dateisystem nicht XFS nutzt.

Den Broadcom STA-Treiber haben die Nitrux-Entwickler so modifiziert, dass er auch unter einem Linux-Kernel ab Version 6.12 mit DKMS läuft. Das Monitoring-Werkzeug MangoHud liefert den Stromverbrauch von AMD Zen- und Intel-Prozessoren. Dies ermöglichen das Kernelmodul Znergy sowie ein OpenRC-Skript, das auf Intel-Systemen die Rechte der entsprechenden Sysfs-Datei für MangoHud zurechtbiegt.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben