Nextcloud 14 bringt unter anderem eine Möglichkeit zur Video-Verifizierung, Zwei-Faktor-Authentisierung via SMS, Signal und Telegram sowie DSGVO-Unterstützung mit.
Die Nextcloud-Macher legen Wert auf Sicherheit und Datenschutz, in diesen Bereichen bringt Nextcloud 14 daher einige Neuerungen mit. Wer sich zum Beispiel bei Nextcloud anmeldet, kann laut der Ankündigung eine Zwei-Faktor-Authentisierung nutzen. Dann genügt es nicht nur, ein Passwort einzugeben, weil ein Angreifer dieses womöglich herausfinden kann. Obendrein erhält der Nutzer bei jeder Anmeldung einen anderen Zahlencode per Signal, Telegram oder per SMS zugeschickt. Erst mit diesen Codes gelingt das Anmelden dann.
Video inklusive
Auch das Gegenüber lässt sich nun zuverlässiger identifizieren. Wer sensible Dateien mit einer anderen Person tauscht, möchte womöglich sichergehen, dass sich hinter dem Benutzernamen tatsächlich eine andere Person befindet. Das herauszufinden, soll eine Video-Verifizierung erleichtern. Dank ihr lässt sich das Zugangspasswort zu einer Nextcloud-Datei direkt von Angesicht zu Angesicht weitergeben. An sich ist diese Form des Passwortaustauschs nichts Neues, Nextcloud integriert sie aber in die Benutzeroberfläche, wie es dieses Youtube-Video erklärt.

Nextcloud 14 bringt unter anderem eine Videoverifizierung mit (Quelle: Nextcloud.com).
Die dafür verwendete Anwendung Talk bringt auch weitere Änderungen mit. So dürfen Nutzer an mehreren Sessions in verschiedenen Browserfenstern teilnehmen, auch ohne Mikrofon und Kamera. Die Konversationsliste ist nun nach der letzten Unterhaltung sortiert, diese lassen sich auch oben anpinnen. Auch Erwähnungen (“@mentioned”) sind nun möglich.
Datenschutz
Für Admins bringen die Nextcloud-Macher verschiedene Dokumentationen, um die Nextcloud-Instanzen konform zur DSGVO zu machen. Neben einer 12-teiligen Compliance-Checkliste gibt es ein mehr als 20-seitiges Admin-Handbuch. Auch verschiedene Compliance-Apps sollen dabei helfen, die europäische Datenschutz-Grundverordnung umzusetzen. Zudem bringt Nextcloud 14 ein separates Logfile für Audits mit.
Sysadmins wollen die Entwickler mit mehr Informationen, einfacheren Updates für Apps und einer kategorienübergreifenden Suche das Leben leichter machen. So erfahren sie bereits vor dem Update, ob für alle involvierten Apps kompatible Versionen existieren. Außerdem landen Logdaten im Systemd-Log. Nicht zuletzt sehen die Nutzer nach einem Update eine Seite, welche die Neuerungen vorstellt.
Hand in Hand
In Sachen Zusammenarbeit warten ebenfalls kleinere Neuerungen. Nextcloud-Shares lassen sich jetzt mit Notizen versehen, die Suche bezieht auch Kommentare mit ein. Wer eine geteilte Datei aus Versehen löscht, kann diese über die Sidebar wiederherstellen. Zudem wurde die Federation überarbeitet, also die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Nextcloud-Servern. Anwender teilen Inhalte nun auch mit Gruppen auf anderen Servern.
Herunterladen lässt sich Nextcloud in Form von Serversoftware und Desktop- sowie Mobilclients über die Installationsseite. Diese liefert auch zahlreiche Hinweise zum Einspielen der Software. Auch einen Link auf den App-Store gibt es dort, denn in Nextcloud lassen sich verschiedene Apps integrieren.
[Update, 12.9.]: Korrektur zu 2FA.






