Neuer Treiber und Bios-Pläne für ATI-Grafikkarten

Nachdem der letzte Monat für Besitzer von ATI-Grafikkarten erfreulich war – AMD entschied sich für einen freien Treiber und veröffentlichte auch gleich einen – ist nun noch der proprietäre Linux-Treiber Fglrx 8.42.3 mit zahlreichen Verbesserungen erschienen.

Der neue ATI-Grafikkartentreiber unterstützt laut dem Online-Magazin Phoronix Compiz, Beryl und Compiz Fusion auch ohne XGL. Auf Basis des neuen Codes wurde dem Treiber AIGLX-Unterstützung hinzugefügt. Er arbeitet mit dem X.org-Server bis Version 1.4 zusammen. Die Wiedergabe von Videomaterial soll dank Verbesserung der Funktion “TexturedVideo playback” mit Fglrx 8.42.3 deutlich besser laufen und auch die generelle Performance soll gesteigert worden sein.

Eines jedoch kann der Treiber nicht: Der aktuelle Linux-Kernel 2.6.23 wird nicht unterstützt. Der nächste Treiber soll dieses Manko beseitigen. Das aktuelle Release funktioniert für Karten der Reihen R300 bis R600. Nicht unterstützt werden ATI FireGL-Modelle. Auf den Support-Seiten von ATI war der neue Treiber bei Redaktionsschluss allerdings noch nicht zum Download verfügbar.

Kein neuen Treiber, sondern Pläne das Bios der ATI-Grafikkarten zu knacken, hat der Entwickler Oliver McFadden auf seinem Weblog veröffentlicht. Er schreibt, er habe laut nachgedacht, ein freies Bios für Karten der x1000-Serie zu schreiben. Das soll dazu führen, dass ATI-Karten unter Linux besser funktionieren. Sollte er Erfolg haben, will er sein Karten-Bios unter GPL stellen.

Update: Auf den ATI-Webseiten stehen nun die Release Notes und der Treiber-Installer für Fglrx 8.42.3 bereit.

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