Bislang ist ein zweiter Computer nötig, um etwa mittels Raspberry Pi Imager sein Betriebssystem auf eine SD-Karte zu flashen, um damit einen neuen Raspberry Pi zu bestücken. Eine nun veröffentlichte Beta-Version des Raspberry Pi-Bootloaders soll dieses Problem über eine Netzwerkinstallation lösen. Die Raspberry Pi Foundation sucht nun Beta-Tester für den Bootloader.
Entwickler Peter Harper schreibt in der Ankündigung, dass sich mit der neuen Netzwerkinstallationsfunktion die Raspberry Pi Imager-Anwendung direkt auf einem Raspberry Pi 4 oder einem Raspberry Pi 400 starten lässt, indem sie über ein Ethernet-Kabel aus dem Internet heruntergeladen wird. Anschließend könne die Raspberry Pi Imager-Anwendung, die im Speicher des Raspberry Pi läuft, wie gewohnt zum Flashen des Betriebssystems auf eine SD-Karte oder USB-Disc eingesetzt werden.
Wer bei dem Test mitmachen will, muss zunächst die Beta-Version des Bootloaders installieren. Nach dem Ende der Beta-Phase sollen Raspberry Pi-Boards mit dem neuen Netzwerk-Bootloader direkt ab Werk ausgeliefert werden, damit dieser Schritt künftig entfallen könne, so Peter Harper. Bis dahin sei die einfachste Möglichkeit für ein Update noch über eine SD-Karte.
In der Imager-Anwendung klicke man dann auf die Schaltfläche “Betriebssystem auswählen” und blättert in der Liste “Betriebssystem” im Popup-Fenster nach unten, wählt “Misc utility images” und anschließend „Beta Test Bootloader”, so Harper weiter. In seinem Beitrag sind die Schritte detailliert erläutert.





