Neuer Linux-Supercomputer in Karlsruhe

Am 26. Februar wird einer der fünf schnellsten Supercomputer Deutschlands am Universitätsrechenzentrum Karlsruhe eingeweiht.

Die 750 Rechnerknoten bieten eine Spitzenleistung von über 15,6 Teraflop pro Sekunde (ein Teraflop entspricht einer Billion Fließkommaoperationen pro Sekunde). Die Hardware ist ein Hewlett-Packard Supercomputer XC4000 mit mehr als 3000 Prozessoren, zur Kühlung müssen 30 Kilowatt pro Rack aufgewendet werden. Als Betriebssystem wird ein von HP angepasstes Red Hat Enterprise Linux 4 eingesetzt.

Das System verfügt über zwölf TeraByte Hauptspeicher und greift unter dem Open Source-Dateisystem Lustre auf 56 TByte Speicherplatz zu. Für das Kommunikationsnetz (Infiniband) wurden 1550 Kabel mit einer Gesamtlänge von mehr als zehn Kilometern verlegt. Über dieses Netzwerk können Daten mit einer Geschwindigkeit von zwei GByte pro Sekunde zwischen den einzelnen Rechenknoten übertragen werden. Der Großrechner steht im neuen Steinbuch Centre for Computing, einer Kooperation des Forschungszentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe. Die Wissenschaftler hoffen, dass sie mit dem Supercomputer nun Probleme beispielsweise in der Material-, der Strömungs- und der Klima- und Umweltforschung lösen können, die wegen ihrer Komplexität bislang als unlösbar galten.

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