Netflix stellt Mantis unter eine Open-Source-Lizenz. Die Java-Plattform und die darauf gebauten Anwendungen soll in komplexen IT-Landschaften interne Metriken und Logs in Echtzeit und kosteneffizient liefern, um Ausfälle zu verhindern.
Beim Entwickeln von Mantis haben die Programmierer bei Netflix laut ihrer Ankündigung vor allem vier Kriterien im Auge gehabt. Die Software soll bei Bedarf möglichst Zugriff auf sämtliche anfallenden Events haben, um ein umfassendes Bild der aufgetretenen Fehler zu erhalten. Zugriff auf die Events sollte in Echtzeit erfolgen. Aus den Ausfällen und den zugehörigen Daten sollten sich Erkenntnisse schöpfen lassen, die dazu führen, diese zu verstehen und zukünftige Ausfälle zu verhindern. Nicht zuletzt sollte Mantis die vorherigen drei Punkte möglichst kostensparend umsetzen.
Netflix setzt Mantis, eine Java-Plattform, inzwischen seit vier Jahren produktiv ein. Zu den Anwendungen, die auf Mantis laufen, gehört eine, die Streams und ihre Qualität im Auge behält. Bricht die ein, löst die Plattform einen Alarm aus und das Team zur Qualitätssicherung kan die Baustelle anschauen. Eine weitere Anwendung, Contextual Alerting, erkennt Anomalien in den Millionen von Interaktionen zwischen Netflix-Microservices. Eine Anwendung heißt Raven und kann die Echtzeitdaten hunderter Streams mithilfe der Mantis Query Language (MQL) analysieren. Cassandra Health behält den Zustand sämtlicher Cassandra-Cluster bei Netflix im Auge. Nicht zuletzt entdeckt ein weiterer Dienst von Mantis in den Streams sensible Daten zu Personen.
Für den Hausgebrauch ist Mantis also kaum gemacht. Unternehmen, die aber Streaming oder große Plattformen mit vielen Datenquellen anbieten, könnten sich für Mantis interessieren. Wer den Code anschauen will, kann das auf Github tun, die Software steht dabei unter der Apache-2.0-Lizenz. Dort warten auch ein paar Beispiel-Jobs, die die vielfältigen Möglichkeiten der Plattform demonstrieren sollen.




