Nach Youtube-Panne: Blender testet Peertube

Die weit über Linux hinaus erfolgreiche 3-D-Suite Blender bietet kostenlose Tutorials auf Youtube an. Der Videodienst hatte diese Videos (und die anderer Anbieter) nun weltweit aus Versehen abgeschaltet, der Support entpuppte sich auch nicht als große Hilfe.

Wie sich herausstellte, hätte Ton Roosendaal, Chef der Blender Foundation, die neuen Bedingungen für die Nutzung des Dienstes akzeptieren müssen. Was die Google-Tochter verschwieg, war, dass er sich dafür als “Content Manager” hätte anmelden müssen.

Das berichtet Roosendaal in einem Blogpost. Dieses Problem gepaart mit einigen weiteren, wie Youtubes Einführung eines neuen Subskriptionssystems in Europa, führte am Ende zu einer weltweiten Abschaltung der Videos. An ihrer Stelle erschien die Meldung, dass das Video in dem Land nicht verfügbar sei.

Peertube als Alternative

Auch der Youtube-Support reagierte seit Dezember nicht mit Lösungen auf die Probleme, sondern vertröstete die Blender-Macher ein ums andere Mal. Wahrscheinlich auch aufgrund medialer Berichterstattung sind die Probleme nun geklärt und die Videos wieder verfügbar. Dennoch scheint das Blender-Projekt daraus seine Schlüssel zu ziehen und testet mit Peertube eine neue Möglichkeit, Videos über die eigene Webseite anzubieten.

Die freie Software verwendet einen Peer-to-Peer-Ansatz, was den Traffic beim Streamen der Videos reduziert und setzt dabei unter anderem auf das Activity-Pub-Protokoll. Aktuell läuft eine Crowdfunding-Kampagne, um das Projekt auf dem Weg zu einer Version 1.0 zu unterstützen. Das Blender-Team hat Peertube als Dienst in seinem europäischen Rechenzentrum eingebunden und bietet die Blender Tutorials nun alternativ unter https://video.blender.org an.

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1 Kommentar
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Markus Mayer
8 Jahre her

Soweit richtig. Allerdings ist das Problem erst vor 6 Tagen aufgetreten. Zumindest wurde es da vom Blenders Nutzer bemerkt.
Im Bericht wird von December gesprochen.

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