Nach dem holprigen GPT-5-Start in der vergangenen Woche rudert nun OpenAI zurück und setzt für alle zahlenden Kunden (GPT Plus-, Pro-, Team-, Enterprise- und Edu-Tarife) wieder das ältere Modell 4o als Default ein.
Außerdem ist die automatische Nutzung des sogenannten Routers, der bei GPT-5 entscheidet, wie lange das Modell bei einer gegebenen Frage nachdenken soll, nicht vorgegeben. Zahlende Anwender können jetzt zwischen den Einstellungen Auto, Fast oder Thinking wählen. Zudem sind jetzt auch weitere Vorgängermodelle wie o3 oder 4.1 gezielt auswählbar. Eine Ausnahme ist das Modell 4.5, das nur Pro-Abonenten angeboten wird, weil es zu viel GPU-Ressourcen verbraucht.
OpenAI CEO Sam Altman schreibt in einem Post auf X, man habe gelernt, “dass wir wirklich eine Welt schaffen müssen, in der die Persönlichkeit des Modells stärker an die Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden kann.”
Das Nutzungslimit für GPT-5 liegt nun bei 3000 Messages pro Woche, danach wird automatisch GPT-5 Thinking mini verwendet. Das Kontext-Limit für GPT-5 Thinking liegt nun bei 196k Token.
Der Schritt zurück ordnet sich ein in die gemischten Reaktionen, die das neue Modell GPT-5 bei ersten Nutzern hervorgerufen hat. Den teils sehr hohen Erwartungen, die im Vorhinein in die Produktvorstellung gesetzt worden waren, wird das Modell offenbar nur teilweise gerecht. Oft wird es eher als Entwicklungsschritt gesehen und nicht als der erhoffte Durchbruch. Etliche Nutzer waren auch mit dem älteren Modell 4o zufriedener und forderten es zurück. Dem hat OpenAI nun stattgegeben.




