Die auf Debian basierende Linux-Distribution liegt in einer neuen Version vor, die jedoch im Wesentlichen nur Produktpflege betreibt. Neben kleineren Verbesserungen am Installationsassistenten und dem Paketmanager gab es auch ein Update der Sprachpakete.
Das Live-System warnt jetzt explizit, wenn man die Persistenzfunktion auf einem USB-Stick mit Schreibschutz aktivieren will. Der Installationsassistent bietet weitere Notfallbehandlungen (Fallback Modes) und erzeugt eine optimierte „fstab“-Konfigurationsdatei. Welche Änderungen die Entwickler dabei im Einzelnen vorgenommen haben, verrät die Ankündigung jedoch nicht.
Letztgenannte fällt generell äußerst karg aus. So gibt es zwar „viele neue Anwendungen“ im MX-Repository. Welche das sind, muss man jedoch selbst herausfinden. Der hauseigene MX Packageinstaller verfügt immerhin über eine verbesserte Benutzeroberfläche. Unter anderem präsentiert er die Versionsangaben von Paketen aus Dritt-Repositories besser und bindet die Screenshots von „debian.screenshots“ ein.
Die Editionen mit der vorinstallierten Desktop-Umgebung Xfce nutzen dessen aktuelle Version 4.20. Des Weiteren hat das MX-Team nicht nur zahlreiche Fehler behoben, sondern auch die verfügbaren Linux-Kernel aufgefrischt. Wer die AHS-Fassung verwendet, bekommt den Liqourix Kernel 6.12.8 spendiert, alle anderen erhalten den etwas älteren Kernel 6.1.123 mit Long Term Support.
Die AHS-Edition weist durch den neueren Kernel allerdings zwei Probleme auf: VirtualBox-Nutzer müssen manuell das KVM-Modul entweder vorab entladen oder seine Aktivierung direkt am Bootprompt verhindern. Ein weiteres Problem betrifft alle Besitzer einer Nvidia-Grafikkarte, die nicht in einem System mit Hybrid-Grafik steckt. Kommt dort der proprietäre Nvidia-Treiber zum Einsatz, muss man die Konfigurationsdatei „/etc/X11/xorg.conf“ manuell erstellen. Dazu genügt der Aufruf von „sudo nvidia-xconfig“.
Abschließend haben die Entwickler die MX-Edition für den Raspberry Pi aktualisiert: Die Distribution nutzt dort die aktuellen Pakete aus dem MX- und Raspberry-Pi-OS-Repositories.





