Das Murchison Widefield Array Teleskop im westlichen Australien wird in Zukunft auf Linux setzen, um die täglich anfallenden 50 TByte Daten zu analysieren. Helfen soll dabei ein Cluster von IBM.
Wie australische Medien berichten, soll das seit 2007 im Bau befindliche MWA-Teleskop einen Linux-Cluster von IBM erhalten, der aus “24 IBM iDataplex dx360 M3 Computern, jeder mit einem Dual Intel Xeon Prozessor und zwei Nvidia Tesla Karten” ausgestattet ist. Über einen 10 GBit-Link wird das Radio-Teleskop, das sich auf seiner Webseite als “radikal neuen Typus” bezeichnet, der ohne beweglich Teile auskäme, dafür aber stark von “großen Mengen Rechenzeit abhänge, um in Echtzeit Weitfeld-Radio-Bilder des Himmels zu prouzieren”. Die 4000 Antennen des Teleskops liefern Daten mit einer Geschwindigkeit von um 8 GByte pro Sekunde, etwa 50 Terabyte pro Tag.
Die Sonne, die Entwicklung in der Urzeit des Universums oder die Ionosphäre der Erde sind typische Forschungsgebiete, mit denen sich das Field Teleskop nahe Boorlady (etwa 700 Kilometer nördlich von Perth ) im Westen Australiens beschäftigt. Dabei fallen große Datenmengen an, die ausgewertet sein wollen. Auf einer Fläche von 3 Quadratkilometern stehen einige hundert Antennen, die als gemeinsames Radioteleskop funktionieren. Das MWA befindet sich derzeit im Test und soll Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen.





