Die Mozilla Foundation hat eine Petition gestartet, mit der sie sich für eine Reform des europäischen Urheberrechts einsetzen will.
Die Petition argumentiert, das Urheberrecht habe mit der Entwicklung des Internet nicht Schritt gehalten und sei reformbedürftig. “Die Regeln müssen aktualisiert und harmonisiert werden, damit im Internet Platz zum Basteln, Entwickeln, Teilen und Lernen ist. Bildung, Parodie, Panorama, Remix und Analyse sollten nicht rechtswidrig sein.” Anderfalls seien Wachstum und Innovationen bedroht.
Auffällig an der Petition ist allerdings, dass sie einseitig für die Abschaffung von Restriktionen eintritt, dabei aber die berechtigten Interessen der Urheber am Schutz ihrer Werke überhaupt nicht erwähnt. So geht es ausschließlich um “erlaubnisfreie Innovation”, barrierefreien Zugang, um “die neue Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke”, um das Recht, solche Werke “täglich auf neue und kreative Weise neu zusammenzusetzen”. Ob hier eventuell widerstreitende Interessen abzuwägen wären, bleibt gänzlich außer Betracht.





